VP-FUCHS: RIEDER verschläft fahrlässig Flaute der Wiener Bauwirtschaft

Fuchs fordert zusätzliche Impulsförderung im Baubereich

Wien, den 3.10.2002 (VP-Klub) Untätigkeit im Baubereich warf der Wohnbausprecher der Wiener Volkspartei Georg FUCHS heute Vizebürgermeister RIEDER vor: "Die Wiener SPÖ Alleinregierung hat trotz vorhandener Geldmittel keine einzige neue oder zusätzliche Maßnahme zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen am Bau unternommen. Dabei gäbe es genug brennenden Handlungsbedarf." Empört rechnete Fuchs der Stadt Wien vor, daß z.B. die vom Bund finanzierte Wohnbauförderung von 472 Mio €/5 Mrd ATS heuer nicht ausgeschöpft werden. Die Rückflüsse alter Wohnbaudarlehen in Höhe von 145 Mio € sowie derzeit gehortete Rücklagen von 436 Mio€/6 Mrd ATS flössen ins allgemeine Budget und würden nicht explizit für neue konjunkturfördernde Maßnahmen zugunsten der Bauwirtschaft verwendet.****

FUCHS forderte ein Aktionsprogramm mit vier Schwerpunkten: erstens sollte ein Investitionsschub für die Errichtung von Kleingeschoss-Reihen und Einfamilienhäuser und niederer Geschosswohnbau unter dem Aspekt der ÖKO-Forderung und Bau-Biologie initiiert werden. Nicht jeder möchte im Hochhaus wohnen, kennzeichnete FUCHS den derzeitigen Wohnbautrend, denn die Wiener bevorzugten das Wohnen im Grünen. Zweitens muß das jahrzehntelang verschleppte Problem der Bleirohre für die Wiener Wasserversorgung offensiv beseitigt werden. Der Austausch der Bleirohre sei ein gesundheitspolitisches Gebot und würde zudem ein positiver Impuls für das Bauhandwerk bedeuten.
Die Sanierungsförderung bei Substandard-Wohnungen und ganzer Grätzl sollte der dritte Schwerpunkt der Wohnverbesserung für die Wiener Bevölkerung sein.
Nicht zuletzt sollte sich Wien auch auf die EU-Erweiterung im Bauressort vorbereiten, denn im Zuge der EU-Erweiterung werde weiterer Bedarf an Bau- und Infrastrukturmaßnahmen entstehen.

In Richtung SPÖ-DRIEMER stellt FUCHS klar, daß man sich ständig mit den vom Bund finanzierten Wohnbauförderungen brüste und bis heute nicht einmal die Hälfte der heuer möglichen Förderzusagen ausgeschöpft habe. Auch das Programm zur thermischen Sanierung stocke seit längerem. Mit ein paar Paradebauten wie dem Gasometer und den Porr-Gründen streue man den Wienern Sand in die Augen, um nicht bekennen zu müssen, daß in den vergangenen zwei Jahren keine zusätzlichen Investitionsprogramme im Wohnbau gemacht werden. Die Rücklagen und Rückflüsse der Wohnbaudarlehen müßten sofort zweckgemäß in die Ankurbelung der Bauwirtschaft fließen, forderte FUCHS abschließend von Finanzstadtrat RIEDER.

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