Cerwenka: Hochwasseropfer warten alle auf versprochene höhere Entschädigungen

Ist Schüssel in Niederösterreich, um Versprechungen der Regierung einzulösen

St. Pölten, (SPI) - "Als die Hochwasserkatastrophe in Ober- und Niederösterreich auf dem Höhepunkt stand, gab die Bundesregierung das Versprechen ab, es werde deutlich höhere Entschädigungen für die Hochwasseropfer geben als die üblichen 20 Prozent. Wenige Wochen nach dem Ereignis kann man nur konstatieren, dass es keinerlei Bewegung für eine generell höhere Entschädigung der Opfer gibt, ja viele haben noch nicht einmal ihre 20 % erhalten. Die von Vizekanzlerin Riess-Passer zugesagten 50 % sind damit in weiter Ferne. Ist Wolfgang Schüssel heute in Niederösterreich, um den Betroffenen zu erklären, warum er sich an seine ehemaligen Zusagen nicht mehr erinnern kann?", kommentiert der Tullner SP-LAbg. Helmut Cerwenka die heutige Rundreise von Wolfgang Schüssel und Erwin Pröll in den Hochwassergebieten Niederösterreichs.****

Großen Worten sind leider auch in Niederösterreich keine Taten gefolgt. Ein sozialdemokratischer Landtagsantrag der zum Ziel hatte, den Entschädigungssatz für Hilfen aus dem Katastrophenfonds von 20 % auf zumindest 30 % zu erhöhen, wurde von ÖVP und FPÖ abgelehnt. "Angesichts vergangener Zusicherung über höhere Hilfen und Entschädigungen einschlägiger Politiker dieser Parteien eigentlich unverständlich. ÖVP und FPÖ haben aber damit gezeigt, dass ihnen an einer vermehrten Unterstützung und Hilfe der Betroffenen nichts liegt", so Cerwenka. Die Betroffenen bekommen derzeit den Mindestsatz - nämlich 20 %, wovon zusätzlich noch der ausgezahlte Versicherungsbetrag abgezogen wird. Angesichts der Dimension der Schäden ist das sicher zu gering. Zudem muss ja berücksichtigt werden, dass nicht der Wiederanschaffungswert, sondern nur der Zeitwert der zerstörten Einrichtung oder der kaputten Elektrogeräte ersetzt wird. Damit bleibt die Wiederbeschaffung für viele Hochwasseropfer eine finanzielle Herausforderung, die sie nicht bewältigen können. Der Winter steht vor der Tür, und viele Menschen sind verzweifelt. Für viele wird es Jahre brauchen, bis sie wieder ihren normalen Lebensstandard herstellen können. "Die NÖ Sozialdemokraten werden sich jedenfalls mit dieser Ablehnung durch ÖVP und FPÖ nicht zufrieden geben. Neue Anstrengungen für eine zusätzliche Unterstützung der Hochwasseropfer werden folgen", kündigt Cerwenka weitere Initiativen an.
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