Knotzer: Situation im Flüchtlingslager Traiskirchen ist für Flüchtlinge und Bevölkerung untragbar

Anstelle der geplanten 600 Personen hielten sich in den letzten Wochen über 1800 gemeldete und rund 400 nicht gemeldete Personen auf

St. Pölten, (SPI) - In einem offenen Brief an Innenminister Ernst Strasser fordert der Traiskirchner Bürgermeister, Landesrat Fritz Knotzer, ein rasches Handeln von Seiten des Ministeriums, um die sich zuspitzende Situation im Flüchtlingslager in den Griff zu bekommen:
"Das Lager ist für rund 600 Personen ausgelegt, aktuell wird diese Zahl um mehr als das Dreifache überschritten. Daher mangelt es an Infrastruktur und viele Flüchtlinge weichen auch auf die Stadt selbst aus und nächtigen etwa am Bahnhof und in Telefonzellen, was natürlich auch zu einer untragbaren Situation für die Bevölkerung führt. Innenminister Strasser wurde von mir über die aktuelle Lage informiert mit der Bitte um rasches Handeln."****

Als Maßnahmen fordert der niederösterreichische Sozialdemokrat die durch den Innenminister reduzierte Vergütung von Privatquartieren von 13,08 Euro wieder auf die bisher üblichen 16,35 Euro anzuheben und die von Strasser geplante Privatisierung und Übertragung der Betreuung auf Privat mit der Stadtgemeinde Traiskirchen im Einvernehmen herzustellen. Knotzer: "Privatquartiere weisen neben der Entlastung des Flüchtlingslager noch eine Vielzahl von weiteren Vorteilen auf. So ist dort eine menschlicher Unterbringung gewährleistet, es ist die für den Staat noch immer günstigste Unterbringungsform und der Quartiergeber trägt zur positiven Meinungsbildung über die Asylanten bei."
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