WOLFMAYR: GUSENBAUERS FADENSCHEINIGER KÜNSTLERFANG IN WAHLKAMPFZEITEN

"Kultur ist Chefsache" stammt von Klima - doch bei der SPÖ gibt es weder Chef noch Sache!

Wien, 3. Oktober 2002 (ÖVP-PK) Das plötzliche Interesse von SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer am Thema Kunst und Kultur ist nichts anderes als Künstlerfang in Wahlkampfzeiten, sagte ÖVP-Kultursprecherin Abg. Dr. Andrea Wolfmayr heute, Donnerstag. "Mehr als zwei Jahre hat man von Gusenbauer in dieser Richtung nichts vernommen. Doch plötzlich - ‚zufällig‘ vor der Wahl - verspricht er den Künstlern ein Kulturministerium und vergibt sogar bereits den Job des Kulturministers. Das ist fadenscheinig, dürftig und durchsichtig. Diesen Stimmenfang durchschauen die Künstlerinnen und Künstler sofort"", kritisierte Wolfmayr.****

Der Vorschlag eines "Kulturministeriums" sei eine "wirklich lustige Idee", wenn man bedenke, dass das Motto "Kultur = Chefsache" von der SPÖ stammt, erinnerte Wolfmayr an Ex-Bundeskanzler Klima. "Doch bei der SPÖ gab es in dieser Frage weder Chef noch Sache." Anders bei der Regierung Schüssel: Da habe sich dieses Prinzip unter der Ägide Schüssel/Morak sehr bewährt, sagte Wolfmayr und verwies beispielhaft auf die Aufstockung von Förderungen oder Stipendien wie das neu geschaffene Ernst-Jandl-Stipendium für Lyrik. "Die öffentliche Hand kommt ihrem Förderungsauftrag nach, zusätzlich werden bessere Rahmenbedingungen für den Kunstmarkt geschaffen", erinnerte die ÖVP-Kultursprecherin weiter auf die Buchpreisbindung, die Künstlersozialversicherung und die Galerienförderung. Wesentliche Maßnahmen wurden auch mit der Zusammenlegung und gleichzeitigen Aufwertung der Kinder- und Jugendliteratur wie die Mira-Lobe-Stipendien und der Aufstockung der Verlagsförderung gesetzt.

WIR HABEN IN DER KULTURPOLITIK ERFOLGREICH NEUE WEGE BESCHRITTEN

Die Regierung setzt also auf beides: einerseits - aber nicht nur -auf Subventionen und andererseits auf die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen wie mehr Auftrittsmöglichkeiten und damit Möglichkeiten, an die Öffentlichkeit und den Markt zu kommen. Wolfmayr: "In diesen zweieinhalb Jahren ist ein Paradigmenwechsel erfolgt: Es wurden neue Wege beschritten, um der österreichischen Kunst und Kulturlandschaft, die hervorragende KünstlerInnen in allen Bereichen zu bieten hat, Chancen und Hilfe zu geben, sich selbst zu helfen und nicht abhängig vom Staat zu sein."

Wolfmayr hob auch die im Außenministerium angesiedelte internationale Auslandskultur hervor und verwies als positives Beispiel auf das neue Kulturinstitut in New York, mit dem Österreich internationales Ansehen erlangt hat. Bildungsministerin Elisabeth Gehrer könne zudem auf eine hervorragende Bilanz bei den Museen und deren Ausgliederungen verweisen. Vor allem das Kunsthistorische Museum verzeichne bei manchen Ausstellungen wahre Besucherströme, und mit dem Museumsquartier wurde ein weiterer Meilenstein im Kulturbereich gesetzt. Viele Arbeiten seien auch im Denkmalschutz vorangeschritten. Mit der "Rubbelaktion" sei eine Unterstützung von Kulturgütern durch Öffentlichkeit gelungen. Ein "großes Thema" sei auch die Förderung der Avantgarde. Mit der neu strukturierten Artothek wurde zudem endlich Ordnung in diesen Bereich gebracht, den die SPÖ jahrelang verschlampt habe.

Im Bereich des Films wurde in Zusammenhang mit Fachleuten die Möglichkeit eines internationalen Marktes für Zukunft entworfen, und nicht nur "Filz und Spielwiese für wenige" gefördert, wie es unter der SPÖ oft der Fall war.

Für Kunststaatssekretär Franz Morak sei vor allem das föderalistische Prinzip wichtig. Wolfmayr erinnerte an die Förderung der Kulturhauptstadt Graz 2003 und des Kunsthauses. Hier sei ein "Musterbeispiel gelungener Synthese" zu verzeichnen: Möglichkeiten für Kunst und Kultur werden im Vorfeld der Erweiterung erörtert, Konferenzen finden in den Bundesländern statt. So findet beispielsweise an diesem Wochenende bereits die dritte Kulturministerkonferenz in Graz statt, bei der mit den Beitrittsländern wirtschaftliche, politische und kulturelle konkrete Maßnahmen diskutiert werden, schloss Wolfmayr.
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