Onodi: Welttierschutztag 4. Okt.: Neu errichtetes Tierheim in Krems wird eröffnet

NÖ Tierheimkonzept wird Schritt für Schritt realisiert

St. Pölten, (SPI) - Rechtzeitig am morgigen Welttierschutztag, den 4. Oktober 2002, wird das neue Tierheim Krems feierlich eröffnet. Nach einer Bauzeit von rund einem Jahr wird das rund 7.000 Quadratmeter große Areal, 1.200 m2 davon sind verbaut, künftig die Tierschutzagenden der Versorgungsregion Waldviertel wahrnehmen. Das Projekt kostete insg. 1,9 Mio. Euro; 1,7 Mio. davon zahlte das Land Niederösterreich, 200.000 Euro übernahm der Kremser Tierschutzverein unter Obfrau Andrea Specht. Die Stadt Krems stellte das Grundstück gratis zur Verfügung. Niederösterreichs Tierschutzreferentin LHStv. Heidemaria Onodi zeigt sich angesichts der gelungenen Kooperation zwischen Land, Standortgemeinde, Gemeindeverband sowie Tierschutzverein erfreut: "Das Tierheim Krems ist Teil eines neuen flächendeckenden Konzepts für Niederösterreich, welches die Tierversorgung aller fünf Gebiete - Waldviertel, Weinviertel, Industrieviertel, Mostviertel, sowie Wiener Umland - sicherstellen soll. Das hier in Krems zur Anwendung gekommene Modell ist ein Vorzeigeprojekt - es wurde unter Berücksichtigung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse entwickelt und von namhaften Tierverhaltensforschern für gut befunden. Höchste Tiergerechtigkeit, die Haltung erfolgt in Gruppen und die Tiere haben genügend Auslauf, verbindet sich optimal mit Wirtschaftlichkeit". ****

Allein in Krems werden jährlich 700 Tiere aufgenommen. Sie müssen versorgt und artgerecht untergebracht werden. Für Katzen gibt es im neuen Tierheim beispielsweise mehrere kleine Zimmer, in denen fünf bis sieben Tiere untergebracht sind. Kratz- und Kletterbäume sorgen für Abwechslung, jedes Katzenzimmer hat einen Freibereich. Hunde werden in Kleingruppen von drei bis fünf Tieren gehalten, jedes "Rudel" bekommt ein eigenes Zimmer mit einem überdachten Auslauf und eine kleine Spielwiese gehört auch dazu. Knapp 50 m2 werden jeder Gruppe zur Verfügung stehen - Platz genug also, Spiel- und Bewegungsdrang auszuleben. Eine wichtige Initiative des Kremser Tierschutzvereins ist das Spaziergeh-Programm - mit "Leih-Herrl oder -Frauerl". Sie holen die Tiere regelmäßig aus dem Tierheim ab und sorgen dafür, dass die Tiere mit der Außenwelt in Kontakt bleiben. Das hilft, die sogenannten "Zwinger-Syndrome", wie ständiges Bellen oder Im-Kreis-Drehen, gar nicht erst entstehen zu lassen.

"Mit dem neuen Konzept können wir nicht nur den Beweis erbringen, dass in Niederösterreich der Tierschutz groß geschrieben wird, sondern wir haben auch eine Vorreiterrolle in ganz Österreich übernommen", gibt sich die Tierschutzreferentin zufrieden. "Es wird sich zeigen, dass die nun in Krems praktizierte Struktur eine gut durchdachte, und vor allem auch eine leistbare Struktur und Organisation ist. Somit erfüllt das Tierheim in Krems künftig alle Voraussetzungen, seine wichtige Rolle im Tierschutz in Niederösterreich wahrzunehmen", so LHStv. Onodi abschließend. Jährlich gibt das Land Niederösterreich für den Betrieb, insbesondere Futtermittel, Tierarztbetreuung, Heizung , eines jeden NÖ Tierheims -sieben an der Zahl (Baden, Bruck/Leitha, Krems, St. Pölten, Wilfersdorf, Wr. Neustadt und Brunn-Klosterneuburg) - jeweils 22.000 Euro an Unterstützung.
(Schluss) rs/fa

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