Jung: Beendigung des Afghanistaneinsatzes erfolgt plangemäß

Gerüchte um Geldmangel sind klassische Zeitungsente

Wien, 2002-10-03 (fpd) - Als völlig aus der Luft gegriffen bezeichnet der freiheitliche Wehrsprecher, Abg.z.NR Bgdr Wolfgang Jung, Zeitungsberichte über die Beendigung des Afghanistaneinsatzes des österreichischen Bundesheeres, in denen dies mit finanziellen Problemen begründet wird. ****

"Schon bei der Entsendung des Kontingentes war klar, daß keine ‚Dauerlösung‘ beabsichtigt ist. Man wollte nur eine Stabilisierung im Raum Kabul und die Etablierung einer Regierung ermöglichen. Auch die Verlängerung im Hauptausschuß erfolgte nur unter diesen Vorzeichen und der eindeutigen Festlegung auf ein Ende des Einsatzes noch in diesem Jahr", erläuterte Jung.

Diese Vorgangsweise entspreche auch den eindeutigen Forderungen der Freiheitlichen, meinte Jung. "Dies insbesondere als trotz dem Ende der Bombardements und dem weitgehenden Zusammenbruch der Talibanstrukturen keinerlei wirkliche Befriedungsmaßnahmen außerhalb der Hauptstadt erkennbar sind. Afghanistan bleibt weiter in verfeindete Clans und Stämme aufgespalten, und eine Perspektive für eine friedliche Zukunft wird von niemandem, auch nicht von den USA als Führungsmacht, angeboten. Diese konzentrieren sich vielmehr auf einen neuen Kriegsschauplatz. Damit rückt eine Eskalation in Afghanistan in greifbare Nähe und könnte schon im nächsten Halbjahr erfolgen. Österreich tut gut daran, sich nicht hineinziehen zu lassen. Unsere sicherheitspolitischen Interessen liegen eher auf dem Balkan, in Südosteuropa und im Mittelmeerraum, und hier sind wir sehr engagiert im Einsatz", schloß der freiheitliche Wehrsprecher. (Schluß)

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