SPÖ-Driemer: Wirkungsvolle Maßnahmen Wiens gegen Flaute in Bauwirtschaft

Kritik von Wiener ÖVP an Stadtregierung zurückgewiesen - Hohes Investitionsniveau in Wien sichert 40.000 Arbeitsplätze im Bau- und Baunebengewerbe

Wien (SPW-K) - "Wie auch die jüngsten Arbeitsmarktdaten bestätigen, setzt Wien wirkungsvolle Maßnahmen gegen die Flaute in der Bauwirtschaft", stellte Donnerstag SPÖ-Gemeinderat Johann Driemer in einer Aussendung des Pressedienstes der SPÖ Wien fest. Der Mandatar nahm damit Bezug auf die von den beiden ÖVP-Politikern Tschirf und Fuchs geübte Kritik an der Stadt Wien. "Die Fakten zeigen, dass die Vorwürfe der ÖVP sachlich ins Leere gehen und allein von den großen Versäumnissen und Fehlern der auch im Bau-Investitionsbereich schwer gescheiterten FPÖVP-Bundesregierung ablenken sollen", stellte Driemer fest. ****

Während österreichweit die Zahl der arbeitslosen Bauarbeiter im September um 9,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gestiegen sei, sei sie in Wien praktisch gleichgeblieben und im August sogar zurückgegangen, setzte Driemer fort. Dies sei umso bemerkenswerter, weil die FPÖVP-Regierung die Bauinvestitionen auch und vor allem in Wien deutlich zurückgefahren habe und dies die ÖVP nun Wien in die Schuhe schieben wolle. "In Wirklichkeit ist die Stadt mit einem zusätzlichen Investitionsschub eingesprungen, die derzeit bessere Entwicklung der Bauwirtschaft in Wien gegenüber anderen Bundesländern ist also kein Zufall, sondern Folge konkreter Maßnahmen", hob Driemer hervor.

Für das heurige Jahr, so Driemer in seiner Begründung für die Situation in Wien, seien im Hochbaubereich von Seiten der Stadt Netto-Aufwendungen in der Höhe von insgesamt 1,34 Milliarden Euro vorgesehen. Spitzenreiter sei der Wohnbereich, in den durch Aufträge der Stadt fast 600 Millionen Euro flössen, davon 232 Millionen in auftrags- und arbeitsplatzintensive Stadterneuerungsmaßnahmen. Allein durch das Sonderprogramm "Thewosan", die thermische Sanierung von Wohnhäusern der Stadt Wien, würden 5.500 Arbeitsplätze gesichert. Driemer: "Im gesamten Hochbaubereich (Sanierung und Neubau) sichert die Stadt durch ihre Investitionen im heurigen Jahr die Beschäftigung von rund 40.000 ArbeitnehmerInnen im Bau- und Baunebengewerbe". Dabei greife Wien auch anderen Bundesländern unter die Arme. Sowohl zahlreiche Unternehmen der Baubranche als auch ArbeitnehmerInnen vor allem aus Niederösterreich, dem Burgenland, Steiermark und sogar Kärnten profitieren direkt von den hohen Investitionen Wiens. Ohne die Zentralfunktion Wiens auch im Baubereich würde die Situation in den anderen Bundesländern noch viel schlimmer aussehen, meinte der Gemeinderat.

Trotz der noch immer herrschenden allgemeinen Konjunkturschwäche und der Investitionsrücknahmen seitens des Bundes beurteilt Driemer die Entwicklung der Bauwirtschaft in Wien auch für das kommende und übernächste Jahr vorsichtig positiv: "Sowohl der Wohnungsneubau mit jährlich rund 5.000 geförderten Wohnungen als auch die Stadterneuerung werden auf hohem Niveau aufrecht bleiben, gleichzeitig soll eine Reihe von bedeutenden städtebaulichen Projekten entweder zügig fortgesetzt oder neu in Angriff genommen werden", erklärte der Politiker. Als Beispiele nannte er u.a. die Errichtung der Porr-Stadt im Bereich des Laaerbergs, die Fortsetzung der Investitionen auf den Wienerberggründen, den Startschuss für die Umsetzung des Aspanggründe-Projektes, die Neugestaltung des Westbahnhofareals, das Projekt Wien-Mitte, die Intensivierung der Arbeiten für die Wiener Messe Neu, die weitere Bebauung der Platte vor der Donaucity sowie das große Projekt "Mehrwert Simmering", mit dessen Hilfe Erdberg mit Simmering Zug um Zug städtebaulich verbunden werden soll.

"Wien zeigt also vor, wie man gerade in konjunkturell schwierigen Zeiten aktive Investitions- und Beschäftigungspolitik auch im Baubereich machen kann. Dazu braucht es sicher nicht die unzutreffende Kritik der Wiener ÖVP, die besser beraten wäre, sich für mehr Investitionen des Bundes in Wien stark zu machen. Plumpe Ablenkungsmanöver sind jedenfalls zu wenig, dadurch wird kein Auftrag und kein Arbeitsplatz im Baugewerbe gesichert", schloss Driemer. (Schluss)

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