Kronberger: Europaweiten Atomausstieg vorantreiben

Nachhaltige Energiepolitik erfordert Beendigung des EURATOM-Vertrags

Wien (fpd) - "Als ein großes und wichtiges Ziel zu dessen Verwirklichung Österreich eine wesentliche Rolle einnehmen kann" bezeichnet der EU-Abgeordnete und Energieexperte Hans Kronberger den europaweiten Ausstieg aus der Atomenergienutzung.

Kronberger: "Die meisten Länder in der EU verfügen über kein Atomkraftwerk oder haben bereits den Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie beschlossen. Diesen Weg müssen wir nun weiter verfolgen und mit gutem Beispiel voran gehen."

Kronberger: "Österreich sollte dabei eine Vorreiterrolle übernehmen und als erstes Land zu 100% atomstromfrei sein. Dazu benötigen wir die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen für die Nutzung erneuerbarer Energiequellen. Konkret geht es in Österreich jetzt darum, faire Einspeisetarife für Ökostrom zu beschließen, die einen weiteren Ausbau erneuerbarer Energiequellen sicherstellen. Nur so können wir der Atomenergie eine Absage erteilen."

Zum heute von Greenpeace vorgestellten Volksbegehren für ein atomfreies Europa meint Hans Kronberger: "Vorrangiges Ziel muss es sein, nach dem erst vor kurzem ausgelaufenen Vertrag der Gemeinschaft für Kohle und Stahl auch den längst nicht mehr zeitgemäßen EURATOM-Vertrag aufzulösen. In weiser Voraussicht der Atommultis wurde dieser Vertrag jedoch ohne Ablaufdatum abgeschlossen und kann nur einstimmig aufgehoben werden."

"Damit ein europaweiter Atomausstieg gelingt, sind daher alle verantwortlichen politischen Kräfte und alle Anti-Atom-Gruppen aufgefordert innerhalb der EU an einem Strang für die Verwirklichung einer nachhaltigen Energienutzung auf der Basis erneuerbarer Energiequellen zu ziehen", fordert Kronberger abschließend.

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