FP-Barnet: "Realitätsverweigerung beim Weihnachtsmann Schicker!"

Realisierung der U-Bahn ist gefragt und nicht Wahlzuckerln mit schlechtem Beigeschmack

Wien, 03-10-2002 (fpd) - Die Ankündigungen von StR Schicker für eine 4. Planungsphase des Wiener U-Bahnnetzes in Floridsdorf und Donaustadt kommen wieder einmal nicht über vage Andeutungen hinaus, so kommentierte heute LAbg. GR Günter Barnet die Diskussion bezüglich des U-Bahnausbaus in Floridsdorf und der Donaustadt!

Als Motivation hinter diesen Ankündigungen sieht Barnet eindeutig die bevorstehende Nationalratswahl. "Ankündigungspolitik als Wahlzuckerl verpackt, aber ohne Substanz!" Weder die Finanzierung ist gesichert noch gibt es bis jetzt eine umfassende Planung. Daher ist derzeit keine Chance auf Realisierung zu erkennen. Von einem seriösen und durchsetzungsfähigen Stadtrat wären aber konkrete Planungsschritte und Verhandlungen mit dem Bund und dem Nachbarbundesland Niederösterreich gefragt und nicht Wünsche an das Christkind, so Barnet.

Hinsichtlich der Straßenbahnkorridore ist schon in den letzten 10 Jahren aufgrund der Initiative der FPÖ in den Bezirksvertretungen einiges geschehen, aber das ist kein Ersatz für die seit 30 Jahren geplante und nie realisierte Ost-West U-Bahnverbindung (U 7) nördlich der Donau. Barnet erinnerte daran, daß diese Konzeption von allen früheren SP-Stadträten als unnötig erachtet und die Pläne wieder eingemottet wurden. Die nunmehr gemachten Ankündigungen über Korridore sind nicht nachvollziehbar, da bereits entsprechende, von den Straßenverbindungen unabhängige Gleiskörper existieren und daher nicht erkannt werden kann, wo die angekündigte Verbesserung liegen soll.

Die zu begrüßenden Park & Ride Anlagen sollen von Niederösterreich mitfinanziert werden, da die niederösterreichischen Einpendler Hauptprofiteure davon wären. Dies wäre eine sinnvolle und argumentierbare Forderung -leider wird es ein frommer Wunsch bleiben, denn, so Barnet, schon beim Ausbau der U1 bis Leopoldau hat die nachlässige Wiener Stadtregierung keinerlei Mitfinanzierung durch Niederösterreich erreichen können. Gemeinsame Arbeit und Planung wäre jedenfalls mehr gefragt als freundschaftliches Gulasch-Essen in bierlauniger Selbstdarstellung der beiden Landeshauptleute zur Hauptabendzeit.

In Summe bleiben eine Vielzahl von Wünschen an das Christkind namens Bundesregierung - alles in allem ein leicht durchschaubares Wahlzuckerl mit schlechtem Beigeschmack, so Barnet abschließend.(Schluß) jen

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