KfV verleiht Verkehrssicherheitspreise und präsentiert Kampagne "Fahr.Fair."

Hauptpreis für Verkehrssicherheit ging an Plattform Sicherer Schulweg. ORF, BMI und KfV bedanken sich mit der Kampagne "Fahr.Fair." für faires Fahren.

Wien (OTS) - Jahr für Jahr engagieren sich Menschen für die Erhöhung der Verkehrssicherheit und setzen Initiativen für weniger Unfälle und damit auch für weniger Tote und Verletzte auf unseren Straßen. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) würdigt diesen Einsatz mit der Verleihung der Verkehrssicherheitspreise. Die diesjährigen Preise wurden heute, ab 10.00 Uhr, im Rahmen einer Galaveranstaltung im Ana Grand Hotel in Wien verliehen.

Überreicht wurden die Preise von Bundesminister Dr. Ernst Strasser, KfV-Präsident Komm.-Rat Gen.-Dir. Herbert Fichta und KfV-Direktor Dr. Othmar Thann.

"Mit der Verleihung der Verkehrssicherheitspreise möchten wir Menschen, die sich für Verkehrssicherheit einsetzen, ein Dankeschön aussprechen. Sie alle sind Mitstreiter, die entweder in ihrem Beruf über ihre eigentliche Aufgabe hinaus oder in ihrer Freizeit unentgeltlich Bewusstseinsbildung und Aufklärung betreiben. Wir können mit diesen Preisen leider nicht allen danken, und es ist auch jedes Jahr schwer, eine Wertung unter den eingereichten Projekten vorzunehmen. Doch sollen die Verkehrssicherheitspreise vor allem ein Zeichen dafür sein, dass Engagement für Verkehrssicherheit wahrgenommen wird", hält dazu KfV-Direktor Thann fest.

Schülerlotsen sind Gewinner
Der Hauptpreis geht an die Plattform Sicherer Schulweg, deren Motto lautet: "Wenn durch unsere Tätigkeit auch nur ein einziges Kind vor Verletzungen oder gar dem Tod bewahrt werden kann hat sich unsere Arbeit gelohnt." Bei der Plattform handelt es sich um einen überparteilichen unabhängigen Verein, der sich zur Aufgabe gesetzt hat Maßnahmen für die Sicherheit der Wiener Schüler auf dem Schulweg zu setzen bzw. zu unterstützen. Die Plattform Sicherer Schulweg fördert die Privatinitiative bei der Schulwegsicherung und ermutigt Menschen zum aktiven Mitmachen. Sie leistet durch Information und praktische Tätigkeit einen wichtigen Beitrag zur Unfallverhütung von Schülerinnen und Schülern.

Traurig ist die Tatsache, dass durchschnittlich an jedem Schultag etwa zwei Kinder auf dem Schulweg verunfallen. Dieses Faktum erfordert eine effektive Schulwegsicherung, wie etwa mit Hilfe von Schülerlotsen. Einen Teil der Zivildiener, die bei der Wiener Polizei als Schülerlotsen tätig sind organisiert die Plattform Sicherer Schulweg.

Printmedien
Im Bereich der Printmedien machten Erich Schönauer von der Neuen Kronen Zeitung sowie das Team der Lokalredaktion der Kleinen Zeitung Kärnten das Rennen. Schönauer schreibt regelmäßig Artikel über aktuelle Verkehrssicherheitsthemen zum Verkehrsgeschehen in Österreich. Section Control, Drängler, Raser, Aktionen, Baustellen, Sicherheitstipps und Stauwarnungen sind nur einige davon. Die Lokalredaktion der Kleinen Zeitung Kärnten wurde für die doppelseitige Serie "Auf Nummer SICHER", die über sieben Wochen in der Kleinen Zeitung veröffentlicht wurde, ausgezeichnet. Auslöser für die Berichterstattung war die alarmierende Meldung, dass nach Unfällen zu viel Zeit vergeht, bis die Beteiligten Hilfe holen.

Elektronische Medien
Preisträger im Bereich der elektronischen Medien ist Reinhard Pirnbacher vom ORF Salzburg, der die Sendung "Autofahrer unterwegs in Salzburg" leitet und täglich mindestens einen Beitrag oder eine Diskussion zum Thema Verkehrssicherheit sendet.

Training für Einspurige
Sowohl die Wiener als auch die Vorarlberger Trainerteams für Einspurige Kraftfahrzeuge wurden für Ihr Engagement in der Kategorie "andere Institutionen" geehrt. Die Teilnehmer der Sicherheitsfahrkurse werden in Theorie und Praxis im richtigen Umgang mit ihrem Zwei-Rad geschult - kostenlos. Die Trainingstage erfreuen sich großer Beliebtheit und sind über Monate im Voraus ausgebucht.

Persönlichkeiten
Rupert Schoißwohl, Hauptmann des Landesgendarmeriekommandos für Niederösterreich, wurde für seine Vorträge zum Thema "Verkehrssicherheitsberatung für Jugendliche" zur Bewusstseinsbildung junger Menschen mit einem Verkehrssicherheitspreis ausgezeichnet. Zweiter Preisträger in der Kategorie "Persönlichkeiten" sind die beiden Physiker und Mathematiker, Mag. Haimo Tentschert und Mag. Hansjörg Kunze, die mit dem Physikbuch "Projekt Verkehr" Fragen aus der Physik mit Themen aus der Verkehrserziehung kombinieren.

Bildungseinrichtungen
Der Schülerlotsendienst der Hauptschule Eisenerz wurde für die Einreichung des Theaterstücks "Seppl will Schülerlotse werden" mit einem Preis ausgezeichnet. Das Stück soll Kindern den Begriff des Schülerlotsen sowie richtiges Verhalten im Straßenverkehr näher bringen. "Kasperl" und "Seppl" erklären Kindern an Hand von Beispielen was richtig und was falsch ist. Schüler der HTBL Krems haben in dem Gegenstand Verkehrswegebau eine Diplomarbeit geschrieben. Der Inhalt beschäftigt sich mit dem Umbau einer gefährlichen Kreuzung mit dem Ziel die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Neue Verkehrssicherheitskampagne "Fahr.Fair."
Die neue Verkehrssicherheitskampagne des ORF, des Innenministeriums und des KfV wurde durch Gen.-Direktorin Monika Lindner, Bundesminister Dr. Ernst Strasser und Dr. Othmar Thann vorgestellt.

Nach dem Motto "Kontrolle und Aufklärung" bedankt sich die Kampagne "Fahr.Fair." bei all jenen AutofahrerInnen, die sich vorbildlich im Straßenverkehr verhalten haben auf "ungewöhnliche Art". Die Kampagne soll positiv motivieren, und bittet auch weiterhin um kollegiales und verantwortungsbewusstes Verhalten im Straßenverkehr, um die Einhaltung von Geschwindigkeitsbeschränkungen, um ein an Situationen und Witterung angepasstes Fahrverhalten und um die Einhaltung des Sicherheitsabstandes (Faustregel für Pkws: zwei Sekunden). Die Umsetzung erfolgt in TV und Hörfunk, auf Autobahnplakaten und mittels Kärtchen mit Aufklebern, die von der Exekutive im Rahmen von Verkehrskontrollen österreichweit an vorbildliche AutofahrerInnen verteilt werden. "Faires Fahren" reduziert nicht nur die unangenehmen Folgen von Verkehrskontrollen, sondern rettet vor allem Leben.

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Kuratorium für Verkehrssicherheit
Pressestelle
Mag. Alexandra Ludvik
Tel.: (++43-1) 71 770/225
http://www.kfv.at

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