ORF Landesstudio Niederösterreich - Mehr Sicherheit durch Runterschalten

Neue Verkehrssicherheitsaktion für Niederösterreich gestartet

St. Pölten (OTS) - "Das Ortsgebiet ist wie ein Wohnzimmer: Dort
ist man zu Gast, dort kracht man auch nicht einfach herein, sondern sollte die Hausordnung respektieren. Und dieses Bewußtsein wollen wir auch für die Ortseinfahrten erreichen" sagt Dr. Othmar Thann, Geschäftsführer des Kuratoriums für Verkehrssicherheit, in einem bildhaften Vergleich zum Start der neuen Verkehrssicherheitsaktion.

Niederösterreichs Straßen sicherer zu machen und den hohen Blutzoll zu senken: Das war schon zweimal in den vergangenen Jahren Ziel von Kampagnen des ORF Landesstudios Niederösterreich und seiner Partner. Nun wurde eine Kampagne mit dem Schwerpunkt Ortseinfahrten gestartet.

Landeshauptmann und Landes-Verkehrsreferent Dr. Erwin Pröll verweist zum Aktionsstart auf die Tendenz vieler Menschen, sehr oft Verantwortung abzuschieben - beim Autofahren etwa auf moderne Technik oder die kontrollierende Exekutive: "Für mich ist es entscheidend, diese Verantwortung wieder zu jedem einzelnen zurückzuholen".

Mehr Eigenverantwortung wünschen sich auch Hauptmann Christian Ebner von der Gendarmerie und Generaldirektor-Stellvertreter Johannes Coreth von der NÖ Versicherung: "Kontrolle ist wichtig - aber diese Kampagne möchte ein Appell sein, das Verhalten bei den Ortseinfahrten nachhaltig zu überdenken".

"Hirn einschalten. Runterschalten".

Stand 1999 ("Rechts halten. Abstand halten. Hirn einschalten") und 2000 ("Ruhig Blut: Tempokontrolle") jeweils das Fahrverhalten auf Autobahnen und Bundesstraßen im Mittelpunkt, liegt das Augenmerk diesmal bei den Ortsein- und -durchfahrten im ganzen Bundesland. Der Slogan zur Aktion: "Hirn einschalten: Runterschalten".

In Niederösterreich gab es im ersten Halbjahr 2002 bereits mehr als 1.700 Unfälle im Ortsgebiet, dabei wurden 2.104 Personen verletzt und 34 getötet.

Ziel der Kampagne ist daher die Reduktion der Unfälle und gefährlicher Situationen beim Übergang von Freilandstraßen in das Ortsgebiet durch Temporeduktion - werden doch 90 % aller Verkehrsunfälle durch zu hohe Geschwindigkeit verursacht.

Die Initiatoren der Kampagne werden dieses Anliegen bis in den November über Radio- und Fernsehspots, Anzeigen in Printmedien und umfassende redaktionelle Berichterstattung kommunizieren. Darüber hinaus werden an neuralgischen Stellen Dreieck-Ständer, Plakate und Transparente zur Temporeduktion auffordern. Und mobile Tempo-Meßgeräte in ganz Niederösterreich sollen die Autofahrer auf deren jeweilige Geschwindigkeit - und allfälliges zu schnelles Fahren - hinweisen.

Wie schon bei den bisherigen Aktionen zur Steigerung der Verkehrssicherheit arbeitet das ORF Landesstudio Niederösterreich auch diesmal mit Partnern aus Politik, von Institutionen und Wirtschaft zusammen: Neben der Nieder-österreichischen Landesregierung, der NÖ Gendarmerie und dem Kuratorium für Verkehrssicherheit sind die Autofahrerklubs ÖAMTC und ARBÖ, die NÖ Versicherung, der Kurier und das Plakatunternehmen Heimatwerbung mit dabei. Konzipiert und realisiert wird die Kampagne vom Studio Lebisch.

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Mag. Michael Koch
ORF Landesstudio Niederösterreich
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