Rauch-Kallat: Politische Probleme müssen politisch gelöst werden

Wien, 2. Oktober 2002 (ÖVP-PK) "Auch aus dem Frowein-Gutachten ergibt sich eindeutig, dass Unrecht Unrecht bleibt und in der Europäischen Union nicht mehr zur Anwendung kommen darf. Wir gehen daher weiter davon aus, dass es von Seiten Tschechiens entsprechende klarstellende und befreiende Worte vor dem EU-Beitritt geben wird", sagte heute, Mittwoch, ÖVP-Generalsekretärin Abg.z.NR Maria Rauch-Kallat. Die österreichische Bundesregierung unter Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel werde den Dialog mit der Tschechischen Republik konsequent fortsetzen, so Rauch-Kallat, die an die tschechische Seite appellierte, "an einer versöhnenden Grundlage für eine gute gemeinsame Zukunft beider Länder in der Europäischen Union mitzuarbeiten". ****

Es sei unter allen Historikern unbestritten, dass es vor bzw. nach dem Zweiten Weltkrieg schweres Unrecht auch an Tschechen gegeben habe. Dies dürfe jedoch nicht zur Rechtfertigung der Vertreibung und Enteignung von drei Millionen Sudetendeutschen führen. "Österreich hat seine Verantwortung für dieses dunkle Kapitel unserer gemeinsamen Geschichte angenommen. Ich sehe keinen Grund, warum dies nun, im 21. Jahrhundert, nicht auch von der demokratischen Führung der Tschechischen Republik erfolgen soll", schloss Rauch-Kallat.

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