KUKACKA: VERKEHRSSICHERHEITSGIPFEL MUSS FORDERUNGSPAKET ZUM SCHUTZ VOR "NEBELKARAMBOLAGEN" ERARBEITEN

Kommender Nationalrat muss notwendige legistische Maßnahmen schnellstens beschließen

Wien, 2. Oktober 2002 (ÖVP-PK) Für die systematische Aufarbeitung aller seit den schrecklichen Auffahrunfällen am Montag auf der A1 vorgebrachten Vorschläge und Forderungen im Rahmen eines vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) zu organisierenden "Verkehrssicherheitsgipfels" sprach sich heute, Mittwoch, ÖVP-Verkehrssprecher Abg. Mag. Helmut Kukacka aus. ****

Dabei müssten insbesondere folgende vier Maßnahmen umgesetzt werden:

o Aufklärungskampagne durch die Bundesregierung, KfV und Autofahrerverbänden in den Medien. In allen Medien sollen Spots geschaltet und die richtige Reaktion in durch Nebel und anderen Witterungsbedingungen herbeigeführten Gefahrenmomenten plastisch aufgezeigt werden.
o Kurzfristige Einrichtung eines elektronischen Nebelwarnsystems. Wenn "Nebelsensoren" anzeigen, dass Nebel auftritt, sollen die an der Autobahn aufgestellten Alarmsignale aufleuchten.
o Grundsätzlich müsse rasch ein System von elektronisch gesteuerten Wechselverkehrszeichen auf Überkopfportalen über den Fahrbahnen der Autobahnen errichtet werden, die Gefahrenhinweise, Nebelwarnungen, Geschwindigkeitsbeschränkungen und Fahrspursignalisierungen anzeigen, wobei mittels Sensoriksystemen noralgische Verkehrsknotenpunkte und Stellen, an denen es zu einer Häufung von z.B. witterungsbedingten Unfällen kommt, wie Glatteis oder Nebel, permanent überwacht und sofort Verkehrteilnehmer von gefährlichen Witterungsbedingungen informiert werden sollen.
o Weiters müsse geprüft werden, ob nicht die theoretische Fahrausbildung weiter entrümpelt und dafür mehr Gefahrenlehre und praxisbezogene Fahrausbildung durchgeführt werden sollte.

"Es darf nun nicht wieder fatalistisch zur Tagesordnung übergegangen werden, sondern aus allen seit diesen Unfällen von den Verkehrsexperten gemachten Vorschlägen muss in den nächsten Wochen ein Maßnahmenkatalog erstellt werden, der verlässlich und nachvollziehbar umgesetzt wird. Falls dazu auch legistische Maßnahmen erforderlich sind, wie z.B. Änderungen der Verkehrsgesetze, so wird es eine der ersten Aufgaben des neuen Nationalrates sein müssen, diese raschest zu beschließen", schloss Kukacka.
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