Sicherheitsgipfel Österreich - Lateinamerika: Gemeinsamer Kampf gegen den Drogenhandel

Strasser unterzeichnete mit Regierungsvertretern von sechs lateinamerikanischen Ländern eine Gemeinsame Erklärung über die Bekämpfung des Drogenhandels

Wien (OTS) - Österreich wird mit Lateinamerika bei der Bekämpfung der internationalen organisierten Kriminalität, vor allem des illegalen Drogenhandels, verstärkt zusammenarbeiten. Innenminister Dr. Ernst Strasser unterzeichnete am 2. Oktober 2002 bei einem Sicherheitsgipfel in Wien mit hochrangigen Regierungsvertretern von Costa Rica, El Salvador, Honduras, Guatemala, Nicaragua und Panama eine Gemeinsame Erklärung über die Bekämpfung der organisierten Kriminalität, vor allem des transnationalen Drogenhandels.

Die Anden-Region ist nach wie vor das größte Kokain-Anbaugebiet der Welt. Den mittelamerikanischen Staaten kommt bei der Bekämpfung des Drogenschmuggels eine zentrale Rolle zu. Sie sind in erster Linie Transitländer für den Kokainschmuggel aus Südamerika nach Nordamerika und Europa. Aus Europa gelangen Vorläufersubstanzen für die Drogenproduktion nach Südamerika. Südamerikanische Drogenkartelle arbeiten verstärkt mit kriminellen Organisationen aus Osteuropa zusammen. "Der Drogenhandel ist daher für Europa und Österreich ein wichtiges Thema", erläuterte Innenminister Strasser beim Sicherheitsgipfel. "Es ist daher notwendig, dass die Sicherheitsbehörden Österreichs und der zentralamerikanischen Staaten verstärkt zusammenarbeiten." Wichtig sei vor allem, dass die Transportwege von den Erzeugerländern in die Verbraucherländer unterbrochen werden. Es soll künftig vor allem einen verstärkten, regelmäßigen Informationsaustausch geben. Deshalb entsendet Österreich noch im Oktober einen polizeilichen Verbindungsbeamten als direkte Anlaufstelle nach Südamerika, der von Caracas (Venezuela) aus die karibische und südamerikanische Region betreut. "Wir brauchen eine wesentlich verbesserte Zusammenarbeit mit den lateinamerikanischen Ländern, direkte Kontakte und eine stärkere Vernetzung", betonte Strasser.

Innenminister Strasser hat bereits bei einem Südamerikabesuch im März 2002 mit Brasilien, Peru und Kolumbien eine verstärkte Kooperation bei der Bekämpfung der Drogenhandels vereinbart.

Teilnehmer des Sicherheitsgipfels Österreich - Lateinamerika waren neben Gastgeber Ernst Strasser der Vizepräsident von Guatemala, Juan Francisco Reyes López, der Vizepräsident von El Salvador, Carlos Quintanilla Schmidt, der Vizepräsident von Panama, Arturo Vallarina, die Generalkonsulin von Costa Rica, Frau Aviram (in Vertretung des Vizepräsidenten von Costa Rica, Lineth Saboria Chaverri), die designierte Vizepräsidentin von Honduras, Armida Villela de López Contreras und der Wirtschaftsminister von Nicaragua, Mario Arana Sevilla.

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