Vzbgm. Grete Laska ehrte verdienstvolle Persönlichkeiten

Auszeichnungen des Landes Wien und der Republik Österreich überreicht

Wien (OTS) - Zwei Personen aus dem Medienbereich zeichnete Wiens Vizebürgermeisterin Grete Laska am Mittwoch mit Verdienstzeichen des Landes Wien aus. Dabei geht es nicht um tagespolitische Berichterstattung, sondern um eine langjährige kontinuierliche Arbeit, die dazu beigetragen hat, das Bild Wiens im In- und Ausland zu optimieren. Im Namen des Bundespräsidenten wurden zwei Verdienstzeichen der Republik Österreich an verdiente Personen verliehen.

Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich an Friedrich Zorn

Friedrich Zorn, seit 1980 Obmann der Landesgruppe Wien, Niederösterreich und Burgenland des Österreichischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes, erhielt das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

Im Alter von sechs Jahren erblindete Friedrich Zorn durch einen Unfall, 35 Jahre stand er als Telefonist im Dienst des Landesschulrates für Niederösterreich, seit 1992 ist er im wohlverdienten Ruhestand.

Der Österreichische Blindenverband ist eine Selbsthilfeorganisation der Blinden und Schwerstsehbehinderten mit Sitz in Wien. Sinn und Zweck ist die individuelle Betreuung und Interessensvertretung der Mitglieder, inkludiert sind Arbeitsbeschaffung und unentgeltliche Arbeitsvermittlung im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten. Die Förderung der Beschäftigung durch berufliche und soziale Integration spielt ebenso eine Rolle wie die Schaffung, Förderung und Erhaltung kultureller Werte und Einrichtungen sowie die Bereiche Rehabilitation und Erholung. Auch im Rahmen Seniorenbetreuung, Sportförderung, Freizeitgestaltung ist der Verein tätig, der enge Kontakte zu Augenärzten und Augenkliniken sowie anderen Selbsthilfeorganisationen im In- und Ausland pflegt. Friedrich Zorn hat sich mit großer Kompetenz und unermüdlichem Einsatz der Aufgabe gestellt, blinden und hochgradig sehbehinderten Menschen optimale Hilfe anzubieten und diesen damit einen gleichwertigen Platz in der Gesellschaft zu erwirken.

Goldenes Verdienstzeichen der Republik Österreich an Vizeleutnant Ernst Rudelitsch

Im Namen des Bundespräsidenten überreichte Vizebürgermeisterin Grete Laska das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich an Vizeleutnant Ernst Rudelitsch, Schriftführer im Landesverband Wien des Österreichischen Kameradschaftsbundes.

Sinn und Zweck des Vereins ist die Förderung des traditionellen Vaterlands- und Heimatgedankens sowie die Pflege der Kameradschaft unter seinen Mitgliedern. Über den Verein werden Feiern zum Gedenken der Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege durchgeführt und -gemeinsam mit dem Schwarzen Kreuz - alle Kriegerdenkmäler und Grabstätten gepflegt. Vizeleutnant Rudelitsch betreute Großveranstaltungen beim Militärkommando Wien wie etwa den Nationalfeiertag, Benefizveranstaltungen und Straßenfeste. Neben seiner langjährigen Mitgliedschaft beim Verein in führender Position, durch die sich Vizeleutnant Rudelitsch große und bleibende Verdienste erworben hat, ist er auch Mitglied des Milizbeirates beim Bundesministerium für Landesverteidigung.

Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien an Professor Günter Kodek

Die Verdienste von Professor Günter Kodek liegen im publizistischen und sozialen Bereich. 1939 geboren, schlug er nach einer Schriftsetzer- und Buchhandelslehre und einer Ausbildung in der Höheren Graphischen Bundeslehr- und Versuchsanstalt eine Karriere im Verlagswesen ein. Seine Tätigkeit im Verlag Ueberreuter und in der Druckerei Salzer-Ueberreuter bremsten nicht sein Engagement in standespolitischen Angelegenheiten als stellvertretender Vorsitzender des Verbandes industrieller Buchbinder und als Mitglied des Landesgruppenvorstandes der Innung Druck. Auch als Beisitzer beim Arbeitsgericht und allgemein beeideter Sachverständiger für Druckereiwesen war Professor Kodek tätig.

Im sozialen Bereich liegt seine Tätigkeit u.a. beim Österreichischen Roten Kreuz, wo er als Vizepräsident des Landesverbandes Wien tätig ist. Durch seine persönliche Stiftungen "Jugend trägt Verantwortung" oder für plötzlich in Not geratene Studenten und Studentinnen an der Höheren Graphischen Bundeslehr- und Versuchsanstalt trägt er auch Sorge für Jugendliche, die sich in Krisensituationen befinden.

Auf publizistischem Gebiet haben unzählige Buchveröffentlichungen über Wien in mehren Sprachen dazu beigetragen, das Ansehen unserer Stadt international zu heben. Auch die erfolgreiche Neugestaltung der Mitarbeiterzeitschrift der Stadt Wien "Wien aktuell" sowie die langjährige Beratung der Wiener Stadtwerke und deren nahestehenden Betriebe rechtfertigen die Auszeichnung.

Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien an Kameramann Armin Wünsche

In Dresden geboren und als Chefkameramann beim damaligen DDR-Fernsehen kam Armin Wünsche 1983 beruflich in Kontakt zu Österreich: Als Kameramann für das DDR-Büro Südosteuropa auch mit der Zuständigkeit für Österreich. Bereits damals entwickelte er eine enge Beziehung zu Wien, die auch nicht abriss, als er 5 Jahre später wieder vorübergehend nach Ost-Berlin zurückkehrte. Zunächst war er als freischaffender Kameramann tätig, zwischen 1996 und 2001 für das ARD-Studio - mit Wohnsitz in Wien. Durch seine Berichterstattung aus und über Wien im Rahmen zahlreicher Fernsehdokumentationen und Magazinberichte hat Armin Wünsche mit großem Engagement ganz wesentlich dazu beigetragen, dass Informationen über Wien in Deutschland verbreitet wurden. Damit hat er das positive Image von Österreichs Hauptstadt im deutschen Sprachraum - im Osten wie im Westen - wesentlich mitgeprägt. Seine Arbeiten beschränken sich nicht auf die tagesaktuelle Berichterstattung sondern zeichnen Wiener Persönlichkeiten aus dem Kunst- und Kulturleben, Wiener Stadträume wie den Wiener Prater oder die Donau oder bestimmte Phasen unserer Vergangenheit wie etwa die Jahrhundertwende, das "Rote Wien" oder die Nachkriegszeit.

In allen Arbeiten ist ganz intensiv die besonders enge emotionale Bindung an diese Stadt zum Ausdruck gekommen, die Armin Wünsche in den insgesamt 10 Jahren, die er in Wien verbracht hat, entwickelt hat. (Schluss) eg

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