Leitl ruft KMU zum "Run" auf EU-Forschungsgelder auf

2,2 Mrd Euro liegen im 6. EU-Forschungsrahmenprogramm für KMU bereit - Anteil für österreichische Unternehmen soll auf über 40% steigen

Wien (PWK694) - Der Start des 6. EU-Rahmenprogramms für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration (2002-2006) ist auch eines der wichtigsten Startsignale für die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der österreichischen Wirtschaft. Dies betonte WKÖ-Präsident Christoph Leitl bei einer Pressekonferenz mit Richard Escritt von der Europäischen Kommission, Godelieve Quisthoudt-Rowohl vom Europäischen Parlament und Wissenschaftsministerin Elisabeth Gehrer in Wien. "Österreich wäre in einer schweren Rezession, wenn wir keine Zuwächse im Export hätten. Innovative Produkte sind wichtige Voraussetzung für den Export, und die Forschung bildet die Basis für die Entwicklung und Herstellung dieser wettbewerbsfähigen und qualitativ hochwertigen Produkte", erklärte Leitl.

Beim 6. EU-Rahmenprogramm konnte Österreich wichtige Erfolge verzeichnen. Verganges Jahr hatte Präsident Leitl bei Kommissar Busquin einen höheren Anteil für kleine und mittlere Unternehmen im 6. Rahmenprogramm gefordert. "Dieser ist nun mit rund 15 % oder 2,2 Mrd Euro verwirklicht und liegt auch für die österreichischen KMU bereit", rief Leitl zu zahlreicher, aktiver Beteiligung an den EU-Forschungsprojekten und -geldern auf. Von EU-Kommissar Liikanen erhielt Leitl die Zusage, dass die Bearbeitungsdauer von Anträgen 120 Tage nicht überschreiten werde.

Die Bundesregierung habe in dem mit den Sozialpartnern entwickelten Konjunkturpaket richtige Schritte für den F&E-Standort Österreich gesetzt, freute sich Leitl. "Die Erhöhung des Forschungsfreibetrages und der Forschungsprämie sowie die Sicherung der Finanzierung für die Forschungsförderung durch einen Vorgriff von 100 Mio Euro ist eine wertvolle Unterstützung der Innovationsfähigkeit der heimischen Betriebe."

Will Österreich als F&E-Standort in Europa überdurchschnittlich abschneiden, erfordere dies aber auch weitere Anstrengung, zeigte sich Leitl überzeugt, "etwa mehr Mittel für den Forschungsförderungsfonds. Viele fertig ausgearbeitete Forschungsprojekte von Klein- und Mittelbetrieben liegen hier mangels Geld auf Eis." Außerdem sei dringend die Entwicklung einer nationalen Strategie für die Steigerung der Forschungsleistung geboten.

Beim 5. Forschungsrahmenprogramm der EU hielten sich Zahlungen und Rückflüsse nach Österreich ungefähr die Waage berichtete Leitl. 100 Mio Euro bzw. 37 Prozent gingen davon an Unternehmen. "Diese 100 Mio Euro Rückflüsse bedeuten für Unternehmen aber nicht nur eine finanzielle Unterstützung, sondern durch die Teilnahme an europäischen kooperativen Forschungsprojekten auch bedeutende Erfahrungen in internationalen Forschungsnetzwerken und im Projektmanagement." Als Ziele für das 6. Rahmenprogramm nannte der WKÖ-Präsident die Erhöhung der Rückflüsse um mehr als 10 % und den Anteil der Unternehmen auf über 40 % auszuweiten. (Ne)

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