Bartenstein will einzelne Vorschläge der deutschen Hartzkommission aufgreifen und prüfen

Frühwarnsystem als neues Service für Arbeitnehmer geplant

Wien (BMWA/OTS) - Der Verwaltungsrat des AMS hat auf Wunsch von Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein den Bericht der deutschen Hartz-Kommission analysiert. Vorschläge, die in Österreich im wesentlichen bereits verwirklicht wurden, die aus österreichischer Sicht nicht zweckmäßig sind und Vorschläge, die für eine Diskussion in Österreich aufgegriffen werden könnten, wurden heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein und AMS Vorstand Dr. Herbert Buchinger vorgestellt. ****

In den Vorschlägen der Hartz-Kommission enthaltene Themen wie etwa ein Frühwarnsystem als neues Service für Arbeitssuchende, soll laut Bartenstein aufgegriffen und in Expertengesprächen näher geprüft werden. Durch vorzeitige Information des AMS durch den Arbeitnehmer, kann rasch durch eine Analyse ein Qualifikationsprofil des Arbeitssuchenden erstellt werden.
Darüber hinaus könnte bereits während eines aufrechten Dienstverhältnisses mit der Suche nach einer geeigneten offenen Stelle begonnen werden. Des weiteren erscheint eine Ausweitung des Versicherungskreises auf freiwilliger Basis überlegenswert damit alle Erwerbstätigen ( Neue Selbstständige, freie Dienstnehmer, Unternehmer) einen Anspruch auf Arbeitslosengeld erwerben können. Näher geprüft werden soll auch die Zumutbarkeit von Beschäftigung, sowie der Ausbau und eine verstärkte Kooperation mit privaten Dienstleistern am Arbeitsmarkt.

Bartenstein betonte, dass eine Vielzahl der Vorschläge der Kommission zur Gestaltung, Organisation und Steuerung der "Neuen Bundesanstalt für Arbeit" im Arbeitsmarktservice Österreich bereits verwirklicht wurde und, dass das österreichische System bei den deutschen Reformvorschlägen als Vorbild genommen wurde. Dies gelte sowohl für die Grundkonzeptionen einer guten Serviceagentur am Arbeitsmarkt als auch für das Steuerungs- und Managementkonzept.

Im wesentlichen bereits verwirklicht wurde der Vorschlag der Kommission, dass Arbeitsmarktservice solle sich auf Kernaufgaben konzentrieren. Weitere verwirklichte Vorschläge sieht Bartenstein im Arbeitsamt als Clearingstelle für alle Arbeitsmarktprobleme nach dem one stop shop Prinzip, in der Erhöhung der Geschwindigkeit und Qualität der Arbeitsvermittlung, wobei in Österreich die durchschnittliche Verweildauer bei 15 Wochen liegt und sich von 1999 bis 2002 (Septemberwert) um 20 Tage verkürzt hat sowie in der vereinfachten Berechnung des Arbeitslosengeldes

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