Vranitzky mit Sympathie für Rot-Grün

Scharfer Angriff auf Schüssel – "Van der Bellen und Co sind keine Leute von gestern"

Wien (OTS) - In einem Interview für die morgen, Donnerstag, erscheinende Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS lässt Ex-Bundeskanzler Franz Vranitzky seine Sympathie für eine rot-grüne Koalition nach der Nationalratswahl erkennen, obwohl er auch eine Zusammenarbeit seiner SPÖ mit der ÖVP nicht ausschließen will. Aber:
"Mit Wolfgang Schüssel würde das sicher nicht leicht. Er hat schließlich schon seit 1995 den Eindruck vermittelt, mit Sozialdemokraten eigentlich nicht mehr zusammenarbeiten zu wollen. .Bei Schüssel frage ich mich nicht nur, wo diese angebliche sozialpartnerschaftliche Färbung gegeben ist, ich tue mir überhaupt schwer, auch nur eine partnerschaftliche Einfärbung zu entdecken. Die SPÖ ist gerade von ihm in den vergangenen zweieinhalb Jahren dauernd diskreditiert worden, das schafft nicht gerade Vertrauen. "

Vranitzky zu seiner früheren Abneigung gegenüber Rot-Grün: "Die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen für eine moderne Politik ändern sich rascher denn je, auch in Österreich. Von Schwarz-Blau werden jetzt alle möglichen Schreckgespenste an die Wand gemalt, etwa auch jenes von der angeblichen Rückkehr zu alten Methoden. Kein sozialdemokratischer Bundeskanzler kann eine solche Rückkehr wollen, egal in welcher Regierungskonstellation. Und zu den möglichen Partnern: Die ÖVP hat wahrlich kein Monopol auf die Rolle als moderner Partner. Auch Van der Bellen, Glawischnig oder Öllinger haben längst bewiesen, dass sie keine Leute von gestern sind”

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