Vertragsunterzeichnung: 18,2 Millionen Euro der Bundesregierung für die "Hochwasser Soforthilfe"

Start des Wiederaufbauprogramms - Anträge ab sofort erhältlich

Wien (OTS) - Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel hat heute, Mittwoch, den 2. Oktober 2002, jenen Vertrag unterzeichnet, mit dem die Regierung die 18,2 Millionen Euro verdoppelt, die bei der ORF-Benefizgala am 17. August 2002 für die Opfer der Flutkatastrophe gesammelt worden waren.
Der Vertrag wurde geschlossen zwischen der Bundesregierung, dem Verein "Licht ins Dunkel" und der Arbeitsgemeinschaft "Hochwasser Soforthilfe" (ARGE), bestehend aus Arbeiter-Samariter-Bund, Caritas, Diakonie, Hilfswerk Austria, Katastrophenhilfe Österreichischer Frauen, Österreichische Kinderfreunde, Rotes Kreuz und Volkshilfe.

Die Bundesregierung hat am 3. September 2002 beschlossen, die bei der ORF-Gala "Wir helfen" eingegangenen Geldspenden Privater in Höhe von 18.205.555 Euro zu verdoppeln. Diese Geldspenden sowie die von der Bundesregierung in gleicher Höhe zur Verfügung gestellten Mittel sollen als Wiederaufbauhilfe für die betroffenen Hochwasseropfer verwendet werden. Insgesamt beträgt der Spendenstand damit 69,8 Millionen Euro.

Die Akut- und Überbrückungshilfe aus den Mitteln der ORF-"Hochwasser Soforthilfe" ist erfolgreich abgeschlossen, 10 Millionen Euro wurden an die Opfer ausgezahlt. Jetzt starten die acht Hilfsorganisationen mit der umfassenden Wiederaufbauhilfe. "Ziel ist, die Opfer der Katastrophe bei der Wiederherstellung ihres Wohnumfeldes zu unterstützen, wenn die Hilfe der Länder (Katastrophen-Fonds) und eventuelle Leistungen der Versicherungen nicht ausreichen", betont Dr. Wolfgang Kopetzky vom Roten Kreuz. "Die Betroffenen erhalten neben der finanziellen Unterstützung auch individuelle Betreuung und Hilfestellung", so Stefan Wallner-Ewald von der Caritas. Antragsformulare gibt es auf den Gemeindeämtern, bei den Dienststellen der Hilfsorganisationen sowie in den Pfarrämtern.

Beantragen können die Wiederaufbauhilfe alle betroffenen Privathaushalte. Die Höhe richtet sich nach der wirtschaftlichen und sozialen Situation der Familien. "Sozial schwache Familien, Alleinerzieherinnen und -erzieher, behinderte und alte Menschen stehen natürlich im Mittelpunkt der Wiederaufbauhilfe", verspricht Wallner-Ewald. Schäden an Zweitwohnsitzen, Luxusgütern und Luxuseinrichtungen sowie an betrieblichen Einrichtungen, aber auch Kfz-Schäden werden aus der ORF-Hochwasserhilfe nicht abgegolten. Durch ein zentrales Datenerfassungssystem werden Doppelzahlungen ausgeschlossen.

Information, Beratung und Hilfestellung beim Ausfüllen des Antrages können alle Betroffenen bei den Dienststellen der Hilfsorganisationen und in den Pfarren einholen, wo die Formular auch eingereicht werden können. Die ersten Auszahlungen werden noch im Oktober erfolgen. Für Fragen wurden von den Organisationen Telefon-Hotlines eingerichtet. Die Nummern sind im ORF TELETEXT auf der Seite 136 veröffentlicht.

Rückfragen & Kontakt:

ORF, Christine Kaiser, Tel. (01) 87878 - 12422
Caritas, Gabriela Sonnleitner, Tel. 0664 - 384 66
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Rotes Kreuz, Michael Opriesnig, Tel. 0664 - 264 76
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