Gusenbauer gibt Konzept für Kunstministerium bekannt

Wien (OTS) - SPÖ-Kandidat Alfred Gusenbauer gibt in der morgen erscheinenden NEWS-Ausgabe seine Pläne im Kunstbereich für den Fall seiner Kanzlerschaft bekannt.

- Die SPÖ wird das Ressort für sich beanspruchen.

- Das Kunst-Staatssekretariat wird aufgelöst und durch ein Ministerium mit weitreichenden Kompetenzen ersetzt: Die Agenden der Kunstsektion sollen mit dem Medienbereich, den Museen aus dem Bildungsministerium und der Auslandskultur aus dem Außenministerium zusammengeführt werden." Gusenbauer in NEWS: "Es ist absurd, ein Kulturland vor den Augen der Welt herunterzuspielen."

- Für das Amt wünscht sich Gusenbauer "einen politischen Menschen und Intellektuellen mit Führungsqualität, der nicht SP-Mitglied sein muss, aber in einem breiten Kreis der Kulturszene als Ansprechpartner akzeptiert ist." Wiens Kunst-Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny dürfte nicht infrage kommen: "Er hat erst vor kurzem das Ressort übernommen. Es geht jetzt darum, dass er dort sein Standing erreicht. Ich bin auch kein Anhänger des Job-Hoppens."

- Förderung der Avantgarde. Gusenbauer in NEWS: "Von öffentlicher Seite muss die Avantgarde ermöglicht werden, denn Kunst hat die Aufgabe, gesellschaftliche Widersprüche zuzuspitzen. Andererseits muss man sehen, was den Ruf Österreichs als Kulturnation ausmacht -von den Philharmonikern bis Haneke. Umverteilung von ihnen zur Avantgarde macht keinen Sinn."

- Schwerpunkte Film und Erweiterung. Nach einem Konzept Harald Krassnitzers soll der Film- und Medienstandort Wien aufgewertet werden.
Und: Wien muss programmatisch als "Stadt der Erweiterung" etabliert werden - "gegen die Metropolenkonkurrenz Prag und Budapest".

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