Gehrer überreicht hohe staatliche Auszeichnungen für Verdienste um Wissenschaft und Forschung

Wien (OTS) - Bundesministerin Elisabeth Gehrer überreicht heute Nachmittag (2. 10.) im Rahmen eines Festaktes im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur an eine Reihe von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens hohe staatliche Auszeichnungen für ihre langjährigen Verdienste um Wissenschaft und Forschung. ****

Der langjährige Rektor und seit 30. September 2002 emeritierte Univ. Prof. der Veterinärmedizinischen Universität Wien Dr. Dr. h. c. mult. Josef Leibetseder wird mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Prof. Leibetseder habilitierte sich 1963 für Physiologie sowie 1969 für das neue Fach Tierernährung an der ehemaligen Tierärztlichen Hochschule Wien. Von 1975 bis zu seiner Emeritierung wirkte Leibetseder erfolgreich als Ordentlicher Hochschulprofessor und Vorstand des Instituts für Ernährung. Von 1995 bis 2001 war Prof. Leibetseder, der über 300 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht hat und Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gesellschaften ist, Rektor der Veterinärmedizinischen Universität. Unter seiner Amtsführung entwickelte sich die Veterinärmedizinische Universität Wien zu einer der größten und modernsten tiermedizinischen Universitäten weltweit.

Mit dem Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse ausgezeichnet werden

Dr. Erhard Fürst, seit 1992 Leiter des Bereiches Industriepolitik und Ökonomie der Vereinigung der Österreichischen Industrie. Erhard Fürst, der im Rahmen seiner langen und erfolgreichen beruflichen Karriere u. a. am Institut für Höhere Studien in Wien, beim Internationalen Währungsfonds in Washington, am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung und als Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung der Creditanstalt in Wien in leitenden Funktionen tätig war, gilt als Experte von großer wirtschaftspolitischer und volkswirtschaftlicher Fachkompetenz.

Univ. Prof. Dr. Johannes Hengstschläger, Vorstand des Institutes für Staatsrecht und Politische Wissenschaften der Universität Linz zählt zu den führenden und auch international renommierten österreichischen Staatsrechtslehrern. Prof. Hengstschläger hat bedeutende Beiträge zum Finanzrecht, zum Budgetrecht, zur Rechnungshofkontrolle sowie zu aktuellen Fragen des österreichischen Staats- und Verwaltungsrechtes geleistet und wird regelmäßig zu einschlägigen Gesetzesvorhaben vom Parlament konsultiert. Von 1990 bis 1996 war Prof. Hengstschläger Rektor der Johannes Kepler Universität Linz sowie von 1993 bis 1995 Vorsitzender der Österreichischen Rektorenkonferenz.

Urkunden über die Verleihung des Berufstitels Professorin erhalten die diplomierten medizinisch-technischen Analytikerinnen Helene Breitschopf vom Institut für Hirnforschung der Universität Wien und Claudia Wilfing, Wiener Gebietskrankenkasse, sowie die Oberärztin Dr. Gertrude Kacerovsky-Bielesz, Hanuschkrankenhaus Wien.

Helene Breitschopf ist am Institut für Hirnforschung der Universität Wien mit Spezialaufgaben wie der Einführung, Modifizierung und Entwicklung neuer Techniken betraut. Die von ihr verfeinerten und entwickelten Methoden, etwa der Nachweis von DNA-Fragmentation im Gewebeschnitt, haben dem Institut erheblichen wissenschaftlichen Vorsprung und internationale Anerkennung gebracht. Helene Breitschopf, die bereits mehrfach zu Forschungsaufenthalten in die USA eingeladen wurde, ist auch in der Weiterbildung tätig, hat zahlreiche anerkannte Publikationen verfasst und engagiert sich aktiv im Österreichischen Berufsverband der diplomierten medizinisch-technischen AnalytikerInnen.

Claudia Wilfing begann ihre berufliche Karriere am Serologischen Labor der 2. Wiener Universitätshautklinik, leitete im Rahmen der Enwicklungshilfe ein Labor in Kenya und arbeitete von 1980 bis 1999 am Ludwig Boltzmann Institut für experimentelle und klinische Traumatologie. Seit 1999 ist sie in der Wiener Gebietskrankenkasse, Abteilung Behandlungsökonomie, tätig. Claudia Wilfing ist seit vielen Jahren auch berufspolitisch tätig. Seit 1991 ist sie Vorsitzende des Verbandes der diplomierten Medizinisch-Technischen Assistentinnen Österreichs und vertritt die österreichischen MTA in Projekten der Europäischen Union. 1997 schuf Claudia Wilfing in Zusammenarbeit mit der Arbeiterkammer Wien die Zusatzausbildung für diplomierte MTA zum "Klinischen Studienadministrator", ein europaweit neues Berufsbild.

Oberarzt Dr. Gertrude Kacerovsky-Bielesz hat maßgeblich am Aufbau des Diabeteszentrums und der Einrichtung eines Schulungszentrums für Diabetiker am Wiener Hanuschkrankenhaus mitgewirkt. Aus der klinischen Beschäftigung mit Diabetes Mellitus resultieren eine Reihe von Publikationen in ärztlichen Fortbildungsjournalen, Schulungsskripten und Vorträge in der Erwachsenenbildung. Dr. Kacerovsky-Bielesz, seit 1985 Mitglied im Vorstand der Österreichischen Diabetikergesellschaft, gilt seit vielen Jahren als eine auf dem Gebiet des Diabetes mellitus engagierte Ärztin, deren Verdienste von renommierten Fachkollegen geschätzt und anerkannt werden.

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