Transparente Leistungsvergütung im Vertrieb

Markt- und leistungskonforme Trennung zwischen Verkaufs- und Beratungsleistung

Wien (OTS) - Mit dem Ziel einer transparenteren Leistungsvergütung im Vertrieb und der im weltweiten Konkurrenzvergleich notwendigen Senkung der Vertriebskosten, hat die Austrian Airlines Group das so genannte Passenger Sales Agreement mit den österreichischen Reisebüros mit Wirkung zum 1. April 2003 gekündigt. Ab diesem Zeitpunkt wird die Basisvergütung für österreichische Reisebüros von 7 auf 5 % gesenkt. Die Notwendigkeit dieser Maßnahme wurde mit den Vertretern der österreichischen Reisebürowirtschaft in konstruktiven Gesprächen seit Oktober 2001 diskutiert.

Marketingvorstand Dr. Josef E. Burger begründet diesen Schritt:
"Im weltweiten Vergleich werden Kommissionen für den Verkauf von Flugdienstleistungen zusehends durch ein Netto-Preissystem ersetzt, bei dem die Beratungsleistung der Reisebüros mit einer eigenen Buchungspauschale abgegolten wird, aber darüber hinaus keine Kommissionen mehr von den Airlines bezahlt werden. Wir gehen nicht diesen Weg einer radikalen Kürzung, sondern schaffen die Basis für mehr Transparenz in der Vertriebs- und Beratungsleistung. Klar ist, dass wir den Anteil unserer Vertriebskosten im Ausmaß von derzeit 19 % an den Gesamtkosten absenken müssen, um international wettbewerbsfähig zu bleiben."

Abgesehen vom nordamerikanischen Markt, in dem Kommissionen für Vertriebspartner bereits zur Gänze durch Ticketing- und Beratungspauschalen ersetzt wurden, ist die transparentere Leistungsvergütung auch in Europa im Vormarsch. Mit 1.1.2003 wird beispielsweise in den skandinavischen Ländern die Kommissionierung von Flugdienstleistung für Vertriebspartner gänzlich eingestellt. In Großbritannien und den Niederlanden werden seit Jahren Beratungspauschalen verrechnet.

Um die Serviceleistung eines Multi-Channel Buchungssystems (über eigene Verkaufs- und Servicebüros, über 24 Stunden erreichbare Call-Center und über einen benutzerfreundlichen Online-Vertriebskanal) auch weiterhin auf gleich hohem Qualitätsniveau sicherstellen zu können, wird die Austrian Airlines Group ihre Serviceleistung im Zusammenhang mit Buchungsvorgängen gesondert verrechnen. Dies wird mit Sommerflugplan 2003 in Form moderater und transparent abgestufter Ticket Service Charges erfolgen.

Diese Maßnahme dient unter anderem auch dazu, weiterhin faire Wettbewerbsbedingungen zwischen dem Eigenvertrieb und dem Verkauf über Reisebüropartner zu gewährleisten. Dr. Burger zur Partnerschaft mit der österreichischen Reisebürowirtschaft: "Die Reisebüros sind nach wie vor unsere wichtigsten Vertriebspartner, aber es wird auch an der Reisebürowirtschaft liegen, wie Sie den Mehrwert ihrer umfassenden Beratungsleistung dem Kunden präsentiert!" Die Austrian Airlines Group schafft mit der Kommissions-Senkung einerseits und der Verrechnung eigener Ticket Service Charges andererseits, die Voraussetzungen, dass auch die Vertriebspartner eine fiare Basis für die Abgeltung ihrer Beratungsleistungen haben. Dem Kunden eröffnet dieses neue Modell den Vorteil, dass das Reisebüro nun wirklich den Anreiz hat, ihm nahezu unabhängig von Provisionen, die jeweils günstigste Flugpassage zu verkaufen. "Klar ist, dass die Kommissionskürzung zweifelsohne schmerzhaft ist, dass wir Reisebüros aber die Chance haben als unabhängige Berater des Kunden, die für ihn günstigste Lösung ausfindig zu machen und zu präsentieren," kommentiert KR Dkfm. Edward Gordon, Obmann des Fachverbandes der Reisebüros Österreichs.

Dieses neue Vertriebsmodell stellt für die Konsumenten in Summe keine Erhöhung der Flugpreise dar, zumal die Austrian Airlines Group schon im Sommer 2002 mit neuen Tarifkonzepten innerhalb Österreichs und von und nach Deutschland preislich deutlich attraktivere Angebote auf den Markt brachte. Die Ausweitung dieser bereits erfolgreichen Tarifkonzepte auf andere Märkte ist in Vorbereitung.

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