Kuntzl: Strasser muss endlich die Verantwortung für die unmenschliche Situation der Asylwerber übernehmen

"Zeit der Ausflüchte ist vorbei"

Wien (SK) "Innenminister Strasser soll endlich die Verantwortung für die extrem unmenschliche Situation, der viele Asylwerbende derzeit in Österreich ausgesetzt sind, übernehmen", sagte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Strasser suche ständig irgendwelche untauglichen Ausflüchte - von der internationalen Situation angefangen bis hin zur "notwendigen Zäsur", die er meint vornehmen zu müssen. Kuntzl dazu: "Zum einen ist die aktuelle Situation hausgemacht, denn in der gesamten EU ist die Zahl der Asylwerber in den letzten drei Jahren rückläufig, zum anderen ist es keine taugliche Lösung, die Menschen einfach auf die Straße zu setzen." Strasser hat es verabsäumt, in den potenziellen Herkunftsländern die notwendige Information über die Chancen der Asylsuchenden in Österreich zu geben und obwohl ihm die ernste Lage seit längerem bekannt ist, hat er keinen ernsthaften Versuch unternommen, mit den NGOs und den Ländern ein leistungsfähiges Aufnahmenetz zu schaffen. ****

Strassers Ausrede auf die internationale Lage hält Kuntzl für nicht zulässig, weil der gesamteuropäische Vergleich einen rückläufigen Trend - von Deutschland (minus 17 Prozent) bis Spanien (minus 25 Prozent) der Asylwerber zeige. Einzige Ausnahme sei Österreich mit einem Plus von 25 Prozent in diesem Jahr und einer Verdoppelung seit Amtsantritt des derzeitigen Innenministers.

Jetzt, wo sich die Asylwerber in Österreich bereits in einer sehr prekären Situation befinden, die mitunter auch lebensbedrohlich werden könne, "muss die Zeit der Ausflüchte endlich vorbei sein", so Kuntzl abschließend. (Schluss) se

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