Hornegger: EU-Agrarreform - Ende des Bauernbund-Sommertheaters!

Stunde der Wahrheit für Österreichs Bauern Wien, 2002-10-01 (fpd) - "Vom Ergebnis der Halbzeitbewertung und der daraus folgenden Agrarreform der Europäischen Union hängt die weitere Existenz der österreichischen Bäuerinnen und Bauern ab", mahnte der Obmann der Freiheitlichen Bauernschaft, NAbg. Franz Hornegger. ****

Davon versuchte der ÖVP-Bauernbund und Landwirtschaftsminister Wilhelm Molterer in einem beispiellosen Sommertheater abzulenken: der Minister unterzeichnete eine Resolution von Amtskollegen gleicher politischer Farbe, aber anderer Interessenlage (Italien, Frankreich, Spanien, ...), die Bauernbündler wollen die Osterweiterung vor der Agrarreform.

Der EU-Agrarkommissär hat auf Anfrage der FPÖ-Agrarier im Landwirtschaftsausschuß schon am 2. September Klartext gesprochen:
wird die Agrarreform nach der Osterweiterung durchgeführt, dann wäre infolge der großräumigen Agrarstruktur und Billigproduktion in diesen Ländern wenig Interesse und keine Mehrheit für eine flächendeckende bäuerliche Landwirtschaft speziell in Berggebieten, für Milchquoten in diesen Regionen und ähnliche Sonderbedingungen mehr vorhanden. Das wäre der Todesstoß für die kleinräumige österreichische Landwirtschaft, für die Versorgung der österreichischen Bevölkerung mit frischen und gesunden Lebensmitteln und für die Bewirtschaftung von Problemzonen, betonte Hornegger.

"Es gilt, die Vorschläge der EU-Kommission bis ins Kleingedruckte hinein zu prüfen, die Interessen der österreichischen Landwirte und Verbraucher in den Verhandlungen durchzusetzen und dafür zu sorgen, daß es auch trotz WTO, Osterweiterungswünschen und Interessen der großen Lobbies weiterhin bäuerliche Betriebe in Österreich gibt", schloß Hornegger. (Schluß)

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Franz Hornegger
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