Verzetnitsch: Arbeitslose leiden unter langer Untätigkeit der Regierung

Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ist mehr als ein Notprogramm erforderlich

Wien (ÖGB). "Der weitere Anstieg der Arbeitslosigkeit ist Folge der langen Untätigkeit der Regierung in Sachen Arbeitslosigkeit", erklärt ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen für den September, die mit insgesamt 199.780 Arbeitslosen gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahrs erneut einen starken Anstieg der Arbeitslosigkeit bedeuten. "Seit mehr als einem Jahr machen wir die Bundesregierung auf die dramatische Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt aufmerksam", sagt Verzetnitsch. Mit seinen vehementen Forderungen nach einem Sofortprogramm habe der ÖGB die Regierung zwar aus ihrem arbeitsmarktpolitischen "Dornröschenschlaf" geweckt. Verzetnitsch:
"Wir konnten die Regierung nur dazu bewegen, wenigstens ein Notprogramm für den Arbeitsmarkt zu setzen. Doch das ist nicht genug. Für ältere ArbeitnehmerInnen hat die Regierung beispielsweise nichts Erkennbares getan. Wir brauchen weitere Maßnahmen. Es sind noch Forderungen des ÖGB offen."++++

Es fehle eine konsequente Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen auf Schiene und auf Straße, ebenso sei die Einrichtung einer Baustiftung dringend nötig, sagt Verzetnitsch. Weitere Forderungen des ÖGB: Eine konsequente Verfolgung und schärfere Strafen für Schwarzunternehmer sowie die Rücknahme der Bestimmungen zur Ausweitung des Saisonierstatus.

ÖGB, 1. Oktober 2002
Nr. 752

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