Einem zu Benes-Dekreten: "Befreiende Worte" müssen auch von Schüssel gesprochen werden

Wien (SK) "Auch von Bundeskanzler Schüssel wären befreiende Worte früher und deutlicher wünschenswert gewesen. Es ist immerhin Schüssel vorbehalten gewesen, die Freiheitlichen, die insbesondere in außenpolitischen Fragen ein bekanntes und dennoch im Detail unkalkulierbares Risiko dargestellt haben, in seine Regierung zu nehmen. Um so mehr ist er als Bundeskanzler aufgerufen, eine gemeinsame Linie der Bundesregierung in der Außenpolitik und im Verhalten gegenüber den Nachbarstaaten zu gewährleisten", stellte SPÖ-Europasprecher Caspar Einem zur heutigen Erklärung des Bundeskanzlers zur Frage der Benes-Dekrete fest. ****

"Wir wollen wissen, welche Haltung die Regierung einnimmt. Ob sie bereit ist, einen professionellen, auf dem Prinzip der Gleichberechtigung aufbauenden Dialog mit den Vertretern der tschechischen Republik zu führen, oder ob die Freiheitlichen den Ton angeben. Und das können auch die tschechischen Vertreter verlangen, bevor sie 'das befreiende Wort' sprechen. Herr Bundeskanzler:
Zunächst sind Sie aufgerufen, ein befreiendes Wort zu sprechen, welches die gemeinsame Linie der Bundesregierung ist", betonte Einem am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. (Schluss) hm/mm

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