Gusenbauer empört über Verantwortungslosigkeit von Schwarz-Blau: 35.000 Jugendliche sind ohne Arbeit

Gusenbauer besucht ÖBB-Lehrwerkstätte

Wien (SK) Bei seinem Besuch der ÖBB-Lehrwerkstätte am Dienstag machte SPÖ-Bundesparteivorsitzender Alfred Gusenbauer auf den richtungsentscheidenden Charakter der nächsten Wahl "nicht nur für Österreich, sondern auch für die Eisenbahner" aufmerksam. Gusenbauer wandte sich mit Entschiedenheit gegen "alle, die glauben, sie können die ÖBB zerschlagen: "Wir Sozialdemokraten weichen keinen Milimeter, wir wollen, dass die Eisenbahn ein Ganzes bleibt." Gusenbauer war voll des Lobes über die hohe Qualität der Lehrausbildung bei der ÖBB - eine Tatsache, die in Österreich, bedingt durch die schwarz-blaue Kürzungspolitik "leider keine Selbstverständlichkeit mehr" sei. Schwarz-Blau habe sich in der Bildungspolitik allein dadurch "ausgezeichnet", dass sie die Chancen auf eine gute Ausbildung für alle - sei es im Bereich der Lehre oder auf der Universität - verringert habe, kritisierte Gusenbauer. Das Ergebnis der verfehlten schwarz-blauen Bildungs- und Wirtschaftspolitik empfand Gusenbauer als besonders bitter: "Heute stehen 35 000 österreichische Jugendliche ohne Arbeit auf der Straße, das sind um 17,4 Prozent mehr als im Vorjahr." ****

"Wer kommt und verspricht, was er dann nicht halten wird, ist ein Scharlatan", sprach sich Gusenbauer vehement gegen hohle Wahlversprechungen aus, die aufgrund der Budgetsituation nicht gehalten werden können. Natürlich könne man sich nicht alles leisten, so Gusenbauer, aber man könne sehr wohl Prioritäten setzen: "Ich gebe das Geld lieber für Pensionen, für die Schaffung von Arbeitsplätzen, für Bildung und für Gesundheit aus, als für Abfangjäger." Wer die ÖVP wähle, bekomme nicht nur die FPÖ, sondern auch die Abfangjäger dazu, bemerkte Gusenbauer - und schlussfolgerte daraus: "Deshalb ist die nächste Wahl nicht nur eine Entscheidung zwischen zwei Parteien, sondern auch eine Entscheidung über den Abfangjägerkauf."

Die Ankurbelung der Wirtschaft, ein Gesundheitssystem für alle, ein fairer Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Bildung und die Sicherstellung der Pensionen strich Gusenbauer als die "absoluten Prioritäten" der Politik der SPÖ hervor. Unter Ankurbelung der Wirtschaft verstand Gusenbauer - was für die Eisenbahner nicht unbedeutend ist - auch forcierte Investitionen in die Infrastruktur. "Das schafft Arbeit bei Bau und Bahn und verbessert den Wirtschaftsstandort Österreich, was angesichts der bevorstehenden EU-Osterweiterung von besonderer Bedeutung ist", betonte Gusenbauer. (Schluss)lm

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