Gesundheit: Bures - Regierung bekennt sich offen zu Zwei-Klassen-Medizin

Bures hält Waneck-Pläne für skandalös

Wien (SK) Im Plan der Regierung, den
Gesundheitsstaatssekretär Waneck gestern öffentlich gemacht hat, sieht SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures "ein offenes Bekenntnis zur Zwei-Klassen-Medizin". Waneck hatte höhere Beiträge für "Menschen, die dem Gesundheitssystem mehr Kosten verursachen", verlangt. Menschen in Ballungsräumen würden laut Waneck höhere Kosten verursachen und sollten daher auch mehr zahlen. Bures: "Im Klartext heißt das, dass jene Menschen mit einem höheren Krankheitsrisiko stärker zur Kasse gebeten werde. Das Regierungsmotto lautet hier: Wer krank ist, soll zahlen. Diese Pläne sind skandalös." ****

Die SPÖ lehnt eine Risiko-Differenzierung bei den Beiträgen zur solidarischen Krankenversicherung entschieden ab. "Damit wird eine Spaltung der Gesellschaft in Gesunde und Kranke vorangetrieben", warnt Bures. Sie zeigt sich allerdings nicht verwundert darüber, dass die Regierung solche Pläne aktiv betreibt. Bures wirft den Regierungsparteien vor, den sozialen Zusammenhalt zu gefährden.

Es sei dem Gesundheitsstaatssekretär "für seine Offenheit zu danken, mit der er die Richtung von Schwarz-Blau in der Gesundheitspolitik darlegt", so Bures am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "So wissen die Menschen bei den Nationalratswahlen, was in der Gesundheitsversorgung zur Wahl steht: Risikoprämien für Kranke und höhere Beiträge für Städter bei Schwarz-Blau. Auf der anderen Seite garantiert die SPÖ für eine erstklassige Gesundheitsvorsorge für alle, ohne Unterschied von Wohnort oder Einkommen." (Schluss) wf

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