ASFINAG: Verkehrsbeeinflussung ist bereits in Umsetzungsphase;Sofortmaßnahmen untersucht

Wien (OTS) - Auf Grund der tragischen Unfälle auf der A 1 (West Autobahn) arbeitet die Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (ASFINAG) derzeit an Sofortmaßnahmen, um an besonders noralgischen Punkten ( Stellen an denen es zu einer Häufung von z.b. witterungsbedingten Unfällen kommt) durch Warnhinweistafeln die Unfallgefahr zu reduzieren. Dr. Walter Hecke, Vorstandsvorsitzender der ASFINAG: "Wir sind verpflichtet zur schnellen Reaktion. So wie bei den Tunnel- oder Baustellenunfällen, oder dem Sofortaustauschprogramm der Rückhaltesysteme aus Aluminium werden wir auch hier sofort reagieren." Bereits morgen sollen in Italien die ersten Gespräche mit den Technikern italienischer Autobahnbetreiber aufgenommen werden, die bereits Systeme entwickelt haben, auf diese witterungsbedingten Gefahren zu reagieren.*******

Bereits im Juni dieses Jahres hat die ASFINAG mit dem Spatenstich des Verkehrsinformationszentrums in Inzersdorf den Startschuss zu einer flächendeckenden Verkehrbeeinflussungsanlage (VBA) gegeben. Mit diesem Grundstein für das zukünftige Verkehrsinformations- und Verkehrsmanagement der ASFINAG, wird es ab Herbst 2003 stufenweise bis 2008 möglich sein, mittels Sensoriksysteme noralgische ( Verkehrs-knotenpunkte und Stellen an denen es zu einer Häufung von z.B. Witterungsbedingten Unfällen kommt, wie Glatteis oder Nebel) Punkte auf dem österreichischen Autobahnennetz zu erkennen und mit Hilfe von dynamische Überkopfwegweisern in Echtzeit den Verkehrsteilnehmer zu informieren.

Die Prioritäten dieses Systems liegen vor allem in den Ballungszentren, wo der Verkehr stärker ist, Verkehrsflächen Mangelware sind und eine Beeinflussung der Verkehrsabläufe eine bessere Wirkung erzielt als im Freiland. Vor allem der Verkehr in den Morgen- und Abendspitzen im Bereich der Landeshauptstädte soll mit Hilfe von elektronischen Überkopfschildern beruhigt werden und die Unfallgefahr reduziert werden. Mit einer großen Anzahl unterschiedlicher Informationen und Hinweisen soll der Verkehr gesteuert und die Kapazität und die Verkehrssicherheit am Autobahnnetz erhöht werden. Insgesamt rechnet die ASFINAG in der ersten Phase mit Errichtungskosten von ca. 175 Mio. Euro.

Experten warnen aber vor einer übergroßen Euphorie in die Möglichkeiten der VBA im Kampf gegen Nebelunfälle. Nebelsensoren können nur in bestimmten Abständen montiert werden und kurze Nebelbänke - wie auch beim gestrigen Unfall auf der A 1 - sind so oftmals außerhalb der Reichweite dieser Sensoren. Damit würden in vielen Fällen die Hinweise auf den Überkopfwegweisern nicht aufleuchten und die Autofahrer nicht gewarnt werden können. (Ende)

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