EU-Erweiterung als Vorbild für Wirtschaftsintegration von Entwicklungsländern

Die Autoren des Buches "Wachstum ohne Grenzen", Becker-Boost und Fiala, im Club IW der WKÖ: "Die Wirtschaft soll und kann weiterwachsen!"

Wien (PWK689) - Die EU-Erweiterung exerziert vor, wie weniger wirtschaftlich und sozial entwickelte Länder sinnvoll in den Wirtschaftsraum von Industriestaaten integriert werden können. Sie dient damit als Vorbild wie auch Entwicklungsländer dem Welthandel geöffnet werden könnten. Wenn sich die westliche Welt, die Industrie-und Wohlstandsstaaten mehr dem Handel aus den Entwicklungsländern öffnen würden, wäre dies die beste und nachhaltigste Entwicklungshilfe. Erich Becker-Boost und Ernst Fiala - beide Wissenschafter, Vortragende und Träger internationaler Auszeichnungen - hielten im Club "Internationale Wirtschaft" der Wirtschaftskammer Österreich nicht nur ein Plädoyer für das Wirtschaftswachstum, sondern auch für die Marktöffnung gegenüber Entwicklungsländern.

"Dies ist für die gesamte Weltwirtschaft von eminenter Bedeutung, da die Wirtschaft letztlich nur nach einheitlichen Spielregeln funktionieren kann", erklärte Ernst Fiala in seinem Vortrag. Er sprach sich für einen global geregelten Wettbewerb mit befristeten Übergangsfristen aus, was wiederum die EU-Erweiterung vorzeige. Global geregelte Kapitalflüsse, einheitliche Steuern und geringe Steuern auf Arbeit und für Unternehmen seien notwendige Rezepte für die Zukunft. Die Regierungen seien heute gefordert globaler zu denken denn je und die Bildung einer "global governance" eine langfristig interessante Überlegung, wenn sie mit mehr Macht als die UNO oder die Weltbank ausgestattet ist.

Becker-Boost und Fiala versuchten aus wissenschaftlichen Studienergebnissen herzuleiten, dass "weiteres Wirtschaftswachstum absolut möglich und auch absolut nützlich ist." Mehr Wirtschaftswachstum heiße zufriedenere Bevölkerung und sozialen Frieden. Mit steigendem BIP-pro-Kopf verringert sich die Einkommensdifferenz zwischen reichen und armen Ländern und zwischen reich und relativ arm in den Industriestaaten. Die Lebenserwartung steigt, mehr Geld kann in Bildung fließen, sodass mehr Menschen an der Globalisierung (Info-, PC-, Internet-Technologie) teilnehmen und dadurch ihr Einkommen verbessern können, so die beiden Autoren, deren Buch "Wachstum ohne Grenzen" vergangenes Jahr als eines der 20 besten deutschsprachigen Wirtschaftsbücher nominiert wurde.

Um diese positiven Effekte des Wirtschaftswachstums weltweit zu verbreiten, müssen die "Reichen ihre Grenzen öffnen für die Produkte der Armen, denn nur der globale Handel kann zu gleichmäßigem Wohlstand führen", so Becker-Boost. Die WTO solle eine Benachteiligung der "armen" Länder bei deren Exporte vermeiden und so ihr Wirtschaftswachstum anregen. "Wirtschaftswachstum kann zwar nicht alle Probleme lösen, aber es kann wesentlich beitragen sie zu lösen. Ressourcen existieren genug, es gibt auf unserer Welt für jede Ressource einen Ersatz". Man müsse nur von Selbstzweifel und Panikmache zu vorsichtigem Optimismus überschwenken, so die Botschaft der Vortragenden mit der Bitte an die Medien zu einer "Nichtraunzer-Zone" beizutragen. (Ne)

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