Zwischen Wienstrom und RWW ergab sich letztendlich folgender Statusquo:

Wien (OTS) - "Die "Beschuldigung", dass RWW den eigenen Strombeziehern einfach den Strom abgedreht hat, ist natürlich so nicht korrekt": sagt Mag. Michael Heiden, so möchte der GF von RWW folgendes klarstellen:

"Wir haben mehrmals mit der Wienstrom gemeinsam versucht, eine sinnvolle und zufriedenstellende Lösung zu erzielen. Es ist mir ein Rätsel, dass die WIENSTROM, die selbst bei der Konstruktion der am Markt geltenden Regeln involviert war, sich nun über die eigens erarbeitenden Richtlinien beschwert.", so Mag. Michael Heiden!

Korrekt ist laut Heiden, dass 200 Raiffeisen Ware Wasserkraft Kunden, den Zahlungspflichten über mehrere Monate nicht nachgekommen sind, auf Grund dessen, wurde ein standardmässiges Mahnungsverfahren eingeleitet. Nachdem die "Nicht-Zahler" den Aufforderungen nicht nachkamen, wurde ihnen der Vertrag von Seitens der RWW gekündigt.

Für zukünftige "Nicht-Zahler" wurden bereits neue Regelungen, gemeinsam mit dem Regulator und der Wienstrom getroffen, so wird für Strombezieher die ihre Rechnungen nicht begleichen eine einheitliche Regelung geltend werden.

Am 24.9.2002 verhandelten Wienstrom, RWW und die Regulierungsbehörde über ein Regelwerk, wie man mit Kunden umgeht, die ihre Stromrechnung nicht begleichen. Man war auf der Suche nach einer pragmatischen Lösung, die auch für alle 14 Netzbetreiber in Österreich gelten könnte. Dabei zeichnet sich laut Mag. Heiden folgender Mechanismus ab: "Wenn wir die Kunden mahnen, dass sie nicht bezahlt haben, informieren wir gleichzeitig den Netzbetreiber." Gleichzeitig arbeite man mit dem Kreditschutzverband von 1870 (KSV) an einer Datenbank über die säumigen Zahler, erläutert der RWW-Chef.

So ergab das Gespräch vom 24.09. 2002, zwischen Wienstrom und RWW folgenden Status quo:

Wenn RWW Mahnungen an seine Kunden schickt (erster und zugleich letzte Mahnung!!), wird auch ein Passus erhalten sein, aus der hervor geht, dass diese Mahnung auch im Namen des Netzbetreibers erfolgt! Daraus ergibt sich folgender Vorteil, WIENSTROM erspart sich einen eigenen Informationsbrief an den Kunden!

Damit dieser Passus in das Schreiben der RWW aufgenommen werden kann, bekommt WIENSTROM von RWW ein Muster des Mahnbriefes zugeschicket. VR wird sich bemühen, den WIENSTROM - PASSUS so kurz wie möglich zu halten, um den Inhalt des Schreibens auf nur eine A4 Seite zu beschränken.

Wenn beim zweiten Einziehungsversuch der RWW wieder kein Geld auf das Konto der RWW fließt, dann erfolgt die Kündigung durch RWW. Gleichzeitig ist WIENSTROM Netz eine Kündigungsliste zu schicken.

Es ist weiters der Wunsch von WIENSTROM, dieses Vorgehen (Lieferant mahnt auch im Namen des Netzbetreibers) im E-Control Ausschuss vorzubringen, damit die genannte Vorgehensweise in den Marktregeln fixiert wird und somit für jeden Lieferanten/Netzbetreiber Geltung erlangt.

Auf Grund der Kündigungsliste werden bei WIENSTROM Termine zur Abschaltuung vereinbart. Die Abschaltung erfolgt, sofern es sich nicht um eine Vielzahl von Kündigungen handelt, zum jeweiligen Kündigungstermin.
Anderenfalls unmittelbar nach dem Kündigungstermin.

Endabrechnungen werden mit dem Kündigungsdatum ausgestellt. Ablesungen, die zu einem späteren Zeitpunkt als dem der Kündigung erfolgen, werden für die Endabrchnung zum Kündigungsdatum hochgerechnet.

Diese Regelung soll so rasch wie möglich in die Tat umgesetzt werden.

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