Versteckte Schulkosten belasten Haushaltsbudget

Wien (SK) "Ein Aufatmen geht durch Österreichs Elternschaft. Der kostenintensive Schulbeginn ist vorbei und das Haushaltsbudget kann sich langsam wieder stabilisieren. Fakt ist und bleibt jedoch, dass Familien in Österreich für die Bildungsmittel ihrer Kinder viel zu tief in die Taschen greifen müssen", kritisierte SPÖ-Abgeordnete Beate Schasching am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Zur Zeit bewirke eine ganze Reihe von Faktoren, dass Bildungslaufbahnen und die Höhe von Bildungsabschlüssen in zunehmendem Ausmaß von der Finanzkraft der Familien abhingen. ****

Kosten für den Bildungsweg der Kinder würden während des gesamten Jahres auftreten. "In Österreich werden jährlich 116,3 Mio. Euro für Nachhilfestunden ausgegeben, in etlichen Schulen werden Beiträge für Kopien, die als Lehrunterlagen dienen, aber auch für Heizkosten eingehoben", monierte Schasching. "Von Jahr zu Jahr steigt die Anzahl der Bücher und Unterrichtsmittel, die von Eltern zusätzlich zur Schulbuchaktion zugekauft werden müssen. In vielen Schulen wird den Eltern nahegelegt, Laptops für ihre Kinder zu kaufen, um sogenannte Laptopklassen zu installieren. Den Eltern wird nahe gelegt, teure Geräte mit Kredit- bzw. Leasingvertrag für ihre Kinder zu erwerben", erklärte Schasching.

Die öffentliche Hand hat dafür zu sorgen, dass ein möglichst qualitätsvolles Bildungsangebot für alle Kinder und Jugendlichen im öffentlichen Schulwesen gewährleistet ist. Dies ist auch eine sozialpolitische Maßnahme, die vermeidet, dass Kinder aus sozial schwachem Milieu weniger Bildungs- und Lebenschancen vorfinden, denn Bildungspolitik ist Sozialpolitik.

"Berechnet man die Kosten, die Familien hier aufgezwungen werden, versteht man, dass sich viele Eltern mit den Ausgaben, die sich im Laufe eines Jahres für Fahrkarten, Schulbücher, Kopien, Nachhilfestunden und dergleichen ansammeln, überfordert sehen", so Schasching.

Die Österreichischen Kinderfreunde, sagte Schasching, würden daher zur Vermeidung der Nachhilfemillionen eine Entlastung des Familienbudgets durch kostenlose Förderkurse in den Schulen sowie die Reduktion der KlassenschülerInnenhöchstzahl fordern. Weiters fordern die Kinderfreunde eine Entlastung des Familienbudgets durch die Kostenübernahme von Unterrichtsmitteln, Heizkosten etc. durch den Bund, die Bereitstellung von Leihgeräten für Laptopunterricht und die Abschaffung des Selbstbehalts bei Schulbüchern und Fahrausweisen. (Schluss) up/mp

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