Erfolg der Sozialpartnerschaft: Sozialplan für das Hilton

Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde heute Vormittag ein Sozialplan für das Hotel Hilton am Stadtpark unterzeichnet

Wien (ÖGB/HGPD) "Das ist wieder einmal ein Beweis dafür, was eine funktionierende Sozialpartnerschaft bewirken kann", freute sich Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD). Nach monatelangen Verhandlungen unterzeichneten heute Hilton Generaldirektor Rico de Schepper, Hilton Betriebsrat Gerhard Hodik und HGPD-Vorsitzender Rudolf Kaske einen Sozialplan für das Hotel Hilton am Stadtpark. Zwischen Dezember 2002 und Frühling 2004 wird das Haus um 175 Millionen Euro umgebaut. Dadurch waren auch Arbeitsplätze in Gefahr.++++

"Ich freue mich, dass es unserer Gewerkschaft gelungen ist für 200 der 320 MitarbeiterInnen diese Lösung zu finden", erklärte HGPD-Vorsitzender Rudolf Kaske voll Stolz. HGPD-Jurist Mag. Johannes Hochstetter erläuterte die Eckpunkte des Sozialplans: "Alle Präsenz-und Zivildiener, begünstigten Behinderten, karenzierten MitarbeiterInnen, Lehrlinge und Betriebsratsmitglieder werden in einem der beiden anderen Häuser - Plaza und Hilton Danube - weiter beschäftigt. Die Dienstverhältnisse aller übrigen MitarbeiterInnen werden mit 31.12.2002 beendet, wobei alle eine verbindliche Wiedereinstellungszusage für den 1.4.2004 erhalten. Wird von der Wiedereinstellungszusage Gebrauch gemacht, werden alle bisherigen Dienstzeiten bei Hilton als Vordienstzeiten angerechnet. Und alle MitarbeiterInnen erhalten zu den gesetzlichen Ansprüchen freiwillige Leistungen, die nach Alter und Dauer der Dienstzeit bei Hilton gestaffelt sind. Diese Leistungen betragen mindestens 1.500,00 € brutto und können bis zu 7.250,00 € brutto betragen. Diese Leistungen variieren auch danach, ob die Wiedereinstellungszusage in Anspruch genommen wird oder nicht.

Auch Hilton-Generaldirektor Rico de Schepper ist mit dem Sozialplan zufrieden: "Für uns ist es ein echter Vorteil, dass wir bis zum Betriebsschluss im Dezember ein Team gut motivierter MitarbeiterInnen haben und dass wir im Frühjahr 2004 gleich wieder mit einer gut eingespielten Mannschaft starten können." Kaske abschließend: "Ist es nicht ein schönes Lebenszeichen einer funktionierenden Sozialpartnerschaft, wenn 200 ArbeitnehmerInnen wissen, dass sie in 15 Monaten wieder einen Job und in dieser Zeit keine Existenzangst haben müssen. Irgendwie ist das doch auch eine gute Werbung für das Vienna Hilton." (kk)

ÖGB, 01. Oktober 2002 Nr. 747

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