ARBÖ zur Nebel-Karambolage: "Jahrelange Versäumnisse der Betreiber"

ARBÖ fordert sofortige Installierung von Warnanlagen und mediale Aufklärungskampagne

Wien (OTS) - "Wir können die Betreiber nicht aus der Verantwortung entlassen. Bauten-, Finanz- und Verkehrsministerium sowie jetzt die Asfinag haben es verabsäumt, Warnanlagen zu installieren. Vor allem dort, wo wiederholt Nebel einfällt." - in der Reaktion auf die nebelbedingte Massenkarambolage gestern auf der A1, Westautobahn, in Oberösterreich zwischen Schörfling und Seewalchen fordert Dr. Herbert Schachter, Präsident des ARBÖ, dieses Versäumnis möglichst rasch nachzuholen und nicht erst bis zur Einführung der LKW-Maut zu warten:
"Geld dafür ist da. Schließlich zahlen die Autofahrer jährlich über 5 Milliarden Euro oder 70 Milliarden Schilling an den Bund. Davon wird nur ein Drittel für Strassen ausgegeben."

"Bei plötzlich auftauchenden Nebel muss einfach eine Warnung her, wenn ein solches Naturphänomen sich in der Herbst- und Frühjahrssaison jährlich wiederholt, kann man nicht nur von höherer Gewalt sprechen, sondern besteht seit Einführung der Vignette eine besondere Verpflichtung des jeweiligen Straßenerhalters, also der Asfinag, Abhilfe durch Warneinrichtungen zu schaffen", führt Dr. Schachter aus. Bei aller berechtigten Kritik an Autofahrern, die zu schnell fahren, sind die Lenker auf überraschend einfallenden Nebelbänke, deren Dichte sich laufend ändert, nicht vorbereitet. So schnell wie möglich sollten wenigstens in den üblichen Nebelzonen sogenannte Überkopfwegweiser an den Autobahnen errichtet werden, die mit großer Leuchtschrift alle herannahenden Lenker vor Nebel und anderen Gefahren warnen.

"Eigentlich sollte die Regierung in allen Medien Spots schalten und die richtige Reaktion in solchen Gefahrenmomenten plastisch aufzeigen," fügt der ARBÖ-Präsident hinzu. So eine mediale Aufklärungskampagne würde Leben retten und sich für alle auszahlen. Ein positiver Schritt wurde schon durch die Einführung des Mehrphasenführerscheins gesetzt. Dieser macht es ab nächstem Jahr möglich, Führerscheinneulinge nachträglich für solche Gefahrensituationen zu trainieren.

Eindringlich fordert der ARBÖ-Präsident die autoerzeugende Industrie auf, Nebelabstandsmesser serienmäßig auch in PKW’s einzubauen. Diese Geräte messen den Abstand zum vorderen Fahrzeug und drosseln auch automatisch die Geschwindigkeit, wenn sich die zwei Fahrzeuge zu nahe kommen. Es gibt bereits LKW mit derartigen Geräten. Übrigens: Je mehr Autos derartige Abstandsmesser serienmäßig eingebaut hätten, desto kleiner würde die Preiserhöhung ausfallen.

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