Oxonitsch: SPÖ steht kritisch zu Gasmarktliberalisierung

Keine Vorteile für die KonsumentInnen zu erwarten

Wien (SPW-K) - "Die Liberalisierung des Gasmarktes in der
EU hat bisher kaum zu Vorteilen für die KonsumentInnen geführt", sagte heute der Vorsitzende des Wiener SPÖ-Gemeinderatsklubs, Christian Oxonitsch. "In fast allen EU-Ländern haben die bisherigen Versorger ihre dominante Stellung behalten. Alternative Anbieter sind kaum dazugekommen. Die Preise für die KonsumentInnen sind dadurch praktisch unverändert geblieben." ****

Auch in Österreich erwartet sich Oxonitsch durch die Gasmarktliberalisierung keine Vorteile für die privaten Haushalte. "Der Gas-Fachverband warnt sogar vor einer Verteuerung der Gaspreise, weil nunmehr Netz- und Handelsaktivitäten getrennt geführt werden müssen." Bisherige Synergieeffekte würden dadurch verloren gehen. "Auch wegen der engen Bindung des Gaspreises an den Ölpreis sind in nächster Zeit eher Preissteigerungen zu befürchten, vor allem wenn der Ölpreis durch einen Krieg im Irak ansteigt", warnt der SP-Klubobmann.

Wiens Gaspreise 10 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt

Als "positives Beispiel dafür, dass auch ohne Marktliberalisierung kundenorientierte Arbeit geleistet wird", sieht Oxonitsch WIENGAS. "Die Gaspreise in Wien liegen schon vor der Liberalisierung des Gasmarktes um 10 Prozent unter dem österreichischen Durchschnitt. Das bestätigen mehrere unabhängige Preisvergleiche."

Kritik übt der Wiener SP-Klubchef allerdings an der Tatsache, dass die Gaspreise für die privaten Haushalte in Europa fast überall deutlich höher sind als für die Industrie. "In manchen Ländern zahlt die Industrie nur halb so viel wie die privaten Haushalte. Das ist für die Industrie sicher kein Anreiz zum Energiesparen, die ein Hauptverursacher von CO2-Emissionen und damit der Erderwärmung und des Klimawandels ist", unterstreicht Oxonitsch und verlangt "Anreize für die Industrie, sparsamer mit Energie umzugehen". (Schluss)

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