Entscheidung über Zukunft der Ökoenergie

Wien (OTS) - Noch vor den Neuwahlen sollen neue Preise für Strom aus Ökoanlagen verordnet werden. Nachdem das im Juli beschlossene Ökostromgesetz die Weichen für einen Ausbau der Erneuerbaren Energien gestellt hat, verhandeln derzeit Wirtschatfs-, Umwelt- und Justizminister mit Ländervertretern über die Preise, die Ökoanlagenbetreiber für ihren Strom bekommen sollen. Heute findet eine weitere Verhandlungsrunde statt.

Die Länder haben sich vergangene Woche auf eine akkordierte Position geeinigt. "Das Ökostromgesetz stellt klar, dass sich die Preise an den durchschnittlichen Produktionskosten für Ökoenergie orientieren und die Erreichung der Ökostromgesetz-Ziele gewährleisten müssen. So verlangt es die EU-Richtline Erneueuerbare Energien. Wir verfügen über verlässliche Erfahrungen aus Europa betreffend die Produktionskosten der Windkraft, die
wir in unseren Tarifvorschlag eingearbeitet haben.", meint Stefan Hantsch, Geschäftsführer der IG Windkraft. "Unser Modell ist flexibel genug, dass es zu keiner Überförderung kommt und die unterschiedlichen regionalen Gegebenheiten berücksichtigt werden. Will man die vom neuen Gesetz geforderten 4% erreichen, dann muss man Windkraftanlagen auch außerhalb des windstarken Burgenlandes bauen."

Der akkordierte Länderentwurf geht in die richtige Richtung, es wurden jedoch dennoch Abstriche gemacht, sodass die bisher in den Ländern geltenden Preise um einiges unterschritten werden. Mit solchen Preisen kann jedoch kein Ausbau der Windkraft außerhalb des Burgenlandes und vom Osten Niederösterreichs erfolgen. "Der Ländervorschlag ist ein klarer Rückschritt. Das 4%-Ziel kann so nicht erreicht werden.", ist sich Hantsch sicher. Die Vertreter der Erneuerbaren Energien vertrauen nun auf Umweltmininster Molterer, ohne den diese Verordnung nicht erlassen werden kann. "Das Ökostromgesetz fordert 4% Ökostrom und 9% Kleinwasserkraft bis 2008. Wir brauchen keine Lippenbekenntnisse. Kommen jetzt keine Tarife auf Europaniveau, ist das ganze Gesetz eine Farce.", spricht Hantsch eine deutliche Sprache. Die Länder verfügen über eine langjährigen Erfahrung bei der Berechnung von Produktionskosten für Ökostrom. Es ist zu hoffen, dass sie gemeinsam mit Umweltminister Molterer ihren Entwurf nochmals verbessern und diese Tarife durchbringen.

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Mag. Stefan Hantsch,
IG Windkraft:
Tel.: 0664/2616467, 02742/21955,
http://www.igwindkraft.at

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