Verringerung der Zahl der Unfalltoten im Auto um 20% realisierbar

Mehr Sicherheit im Straßenverkehr durch Einsatz verbesserter Verkehrsleitsysteme Wien (OTS) - Brisante Ergebnisse präsentiert Verkehrsexperte Univ. Prof. Dr. Hermann Steffan von der Technischen Universität im ersten Zwischenbericht des Forschungsprojektes "Don´t Stop", das auf internationaler Ebene mit EU-Mitteln durchgeführt wird. "Um einen umfassenden Schutz der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten muss der Straßenbau den Erfordernissen des Verkehrs angepasst werden," beschreibt der Verkehrsexperte die Ausgangslage für sein Projekt. Wichtigster Schluss seines bisherigen internationalen Studienvergleichs ist, dass durch einen optimierten Einsatz von Rückhaltesystemen eine Verringerung der Zahl der Unfalltoten im Auto von bis zu 20% erreicht werden kann. Neben den hervorragenden Sicherheitsstandards gewährleisten die äußerst niedrigen Gesamtkosten sowie die flexible Einsetzbarkeit dieser Systeme auch ein Optimum an Wirtschaftlichkeit. In Österreich ist gerade im Baustellenbereich ein verbesserter Schutz notwendig. Auch eine umfassende Absicherung von Hindernissen, die sich angrenzenden Straßenbereich befinden ist dringend notwendig.

38% der Verkehrstoten sterben bei Alleinunfällen - 22% der Unfälle passieren ohne Fremdeinwirkung anderer Fahrzeuge

Als Grundlage für das Projekt "Don´t Stop" dient in erster Linie die Auswertung realer Unfälle. "Bei Fahrzeug-Fahrzeugkollisionen wurden bereits wesentliche Fortschritte zur Verbesserung des Schutzes für die Autoinsassen erzielt. Trotzdem verursachen starre Objekte neben der Fahrbahn katastrophale Unfälle," so Steffan. "Der Schutz der Fahrzeuge vor dem Anprall gegen derartige Objekte, aber auch das Verhindern von Fahrzeugabstürzen kann nur durch geeignete Barrieren erzielt werden," so Steffan weiter. Die Daten belegen dies eindrucksvoll. "Die französische Statistik, bei der nach Barrieretypen unterschieden wird, zeigt, dass die Betonbarriere vor allem schwere Verletzungen und Todesfolgen deutlich reduziert und somit in vielen Bereichen allen anderen Systemen überlegen sind," meint Verkehrsexperte Steffan. Vor allem in jenen Bereichen, in denen ein Abkommen schwerer Fahrzeuge von der Fahrbahn nicht auszuschließen ist, muss der Einsatz derartiger Systeme noch erhöht werden. So prallte vor wenigen Monaten ein 40 Tonnen schwerer Sattelzug gegen eine neu errichtete Betonschutzwand auf der Südautobahn. Die Barriere stoppte das Fahrzeug bevor es auf die Gegenfahrbahn gelangen konnte und verhinderte so eine folgenschwere Katastrophe.

Erhöhte Sicherheit bei geringen Kosten

Verkehrsteilnehmer auf einspurigen Fahrzeugen sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Gerade bei Unfällen mit Moped-und Motorradfahrer ist die Qualität der Barrieren und Leitsysteme im Verkehr von besonderer Bedeutung. "Schwere Verletzungen für Motorradfahrer sind bei Anfahrereignissen an Beton-Leitsystemen erheblich seltener. Die durchgängig glatten Oberflächen ohne scharfe Kanten vermindern deutlich das Verletzungsrisiko für den Motorradlenker und dessen Beifahrer," erläutert der Verkehrsexperte Im Bereich der Baustellensicherung werden besonders hohe Anforderungen an die Verkehrsleitsysteme gestellt. Der Schutz der Bauarbeiter, des Servicepersonals und der Verkehrsteilnehmer steht dabei im Vordergrund.

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