CD-Labor: Impulse für die heimische Textilindustrie

Großteil der Textilforschung in Österreich erfolgt am Textilinstitut in Dornbirn

Dornbirn (VLK) - Durch die Errichtung des Christian
Doppler-Labors beim Institut für Textilchemie und
Textilphysik in Dornbirn erwarten sich Landeshauptmann
Herbert Sausgruber und Landesrat Manfred Rein zusätzliche Forschungsimpulse, insbesondere für die heimische
Textilindustrie. Das Land unterstützt diese
Forschungsmaßnahmen mit einer zusätzlichen Förderung.
Diese erlaubt eine zusätzliche Aufstockung der personellen Kapazität um zwei Forschungsassistenten. "Mit dem ersten
CD-Labor in Vorarlberg wird ein weiterer wichtiger
Bestandteil der F&E-Offensive des Landes Vorarlberg
umgesetzt", betonte Landeshauptmann Sausgruber im Rahmen
einer Pressekonferenz heute, Montag, am Textilinstitut.
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Durch enge Kooperation des Instituts mit der
Textilindustrie konnten seit der Gründung des Instituts vor
20 Jahren in zunehmendem Maße Drittmittel erwirtschaftet
werden, die für den Aufbau der notwendigen Infrastruktur
bzw zur Aufstockung der personellen Kapazitäten verwendet
wurden. Derzeit sind am Institut 12 Personen angestellt,
"künftig werden es 14 sein", informierte Institutsleiter
Thomas Bechtold.

Führende Forschungseinrichtung

Aufgrund der erfolgreichen Forschungstätigkeit und Projektabwicklung verfügt das Institut über eine hohe wissenschaftliche Reputation und gehört in ihrem
Forschungsfeld zu den führenden europäischen Forschungseinrichtungen: "Das CD-Labor führt einen Großteil
der östereichischen Forschung im Textilbereich durch",
betonte Bechtold.

CD-Laboratorium

Zur Verstärkung der angewandten Forschungsaktivitäten
hat das Institut für Textilchemie und Textilphysik im
September 2001 einen Antrag auf Errichtung eines Christian-Doppler-Laboratoriums für "Chemie zellulosischer Fasern und Textilien" gestellt. Das Labor hat mit 1. Jänner 2002 den
Betrieb aufgenommen und ist das erste dieser Art in
Vorarlberg. "Mit der Umsetzung dieses Projektes ist damit
ein weiterer, wichtiger Schritt bei den Bemühungen um den
Aufbau professioneller F&E-Infrastruktureinrichtungen für
die Wirtschaft unseres Landes gelungen", betonte Landesrat
Rein.

Partner aus der Wirtschaft

Im Rahmen der Laboraktivitäten erfolgt eine Forschungskooperation mit der Universität Manchester (GB)
sowie mit den Unternehmen Lenzing AG, FM Hämmerle und
Degerdon Textilveredelung. Der Textilverein Vorarlberg ist
ebenfalls in die Forschungsaktivitäten mit eingebunden. Die Forschungsaktivitäten im Bereich des CD-Labors sind für die heimische Textilindustrie von besonderer Bedeutung.
Wichtigster Themenschwerpunkt der Forschungsarbeiten ist
die wissenschaftliche Charakterisierung der Zellulosefasern
– Bechtold: "Forschungsschwerpunkt ist beispielsweise die Erhöhung des Tragekomforts von Kleidung". Haio Harms von
der Lenzing AG fasst ein weiteres Ziel zusammen: "Wir
wollen zukünftig ein Produkt in der Qualität: 'Baumwolle
plus', produziert aus österreichischem Holz, erreichen". (tm/dig,nvl)

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