ARBÖ: Wer zahlt den Schaden bei Massenkarambolagen?

Wien (OTS) - Eine Massenkarambolage, wie sie heute in den Morgenstunden auf der A1, Westautobahn, im oberösterreichischen Seengebiet passiert ist, lässt die Frage auftauchen: Wer zahlt den Schaden? Die ARBÖ-Verkehrsjuristen geben darüber Auskunft.

Die Verschuldensfrage nach Massenkarambolagen ist meist nur sehr schwierig zu klären. Bei Unfällen in Österreich beauftragt der Versicherungsverband in solchen Fällen eine bestimmte Versicherungsgesellschaft mit der Abwicklung des Schadens. Beim Versicherungsverband erfahren Betroffene, welche Versicherung für sie zuständig ist.

"Die Chancen sind allerdings gering, nach Massenunfällen den gesamten Schaden ersetzt zu bekommen", betont die ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Renate Göppert. Zumeist wird eine Teilschuld von 25 bis 50 Prozent angenommen. "Dies bedeutet in der Praxis leider, dass man den eigenen Schaden fast immer zu einem großen Teil selbst zu tragen hat." Es sei denn, man hat eine Vollkaskoversicherung.

Übrigens: Keine Versicherung fühlt sich zuständig, wenn wegen blockierter Hauptverkehrsrouten oder verspäteter Verkehrsmittel Verdienstentgang entsteht, Geschäftstermine versäumt oder gebuchte Flüge verpasst werden. Auch eine Schadenersatzklage wird hier aufgrund "höherer Gewalt" scheitern.

Rückfragen & Kontakt:

ARBÖ
Presse u. Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: ++43-1 891 21 244
presse@arboe.at
http://www.arboe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR0002