SJÖ-Lehrlingskampagne unter dem Motto "Zeitbombe Jugendarbeitslosigkeit" wird fortgesetzt

Wien (OTS) - Kollross: Arbeitslosigkeit ist kein Schicksal,
sondern Produkt einer falschen Politik.

Dvorak: Aktive Lehrlingspolitik bedeutet nicht, der Wirtschaft billige Arbeitskräfte zu beschaffen.

Am Montag, den 30.09.2002, fand eine Medienaktion der SJÖ (Sozialistische Jugend Österreich) am Ballhausplatz vor dem Bundeskanzleramt statt. Die Aktion war Auftakt der bundesweiten Kampagne unter dem Motto "Zeitbombe Jugendarbeitslosigkeit".

Für Andreas Kollross, Verbandsvorsitzender der SJÖ, fällt die hohe Jugendarbeitslosigkeit unter die Verantwortung der blau-schwarzen Regierung: "Arbeitslosigkeit ist kein Schicksal, sondern Produkt einer falschen Politik. Es ist klar, in wessen Interesse Maßnahmen sind, die einseitig Rechte der Lehrlinge beschneiden und andererseits den Unternehmen Steuerzuckerl und Zuschüsse gewähren. Gefordert sind Maßnahmen, die das Ausbildungsniveau der Lehrlinge heben und ihnen berufliche Perspektiven bieten."

Auch Ludwig Dvorak, Landesvorsitzender der SJ Wien, kann einseitigen Maßnahmen nichts abgewinnen: "Steuererleichterungen und Deregulierung sind keine Lösung. Wer an diesem Dogma festhält, ignoriert die prekäre Arbeitsmarktsituation. Aktive Lehrlingspolitik bedeutet nicht, der Wirtschaft billige Arbeitskräfte zu beschaffen."

Kollross sieht die Lehrlingsausbildung als Aufgabe des Staates an:
"Eine triale Ausbildungskomponente in Form von öffentlichen Lehrwerkstätten, sichert die Qualität der Lehrlingsausbildung. Gleichzeitig würde eine generelle Arbeitszeitverkürzung zur Vollbeschäftigung beitragen und die Kaufkraft stärken."

Fotos der Aktion sind bei der Sozialistischen Jugend Österreich erhältlich.

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