Fahrzeugwirtschaft bekennt sich zur umweltfreundlichen Altautoentsorgung

Neue Altfahrzeugregelung führt zu mehr Bürokratie in Österreich - Freiwillige Rücknahmezusagen der österreichischen Fahrzeugwirtschaft bleiben aufrecht

Wien (PWK687) - Jährlich werden knapp 90.000 Altfahrzeuge über das dichte Netz an Übernahmestellen (insgesamt rund 5.600 Kfz-Betriebe, 200 metallverwertende Betriebe des Sekundärrohstoffhandels und 6 Shredderbetriebe) zurückgenommen und einer ordentlichen Verwertung in einem österreichischen Shredderbetrieb zugeführt.
Da jedoch in Europa sehr unterschiedliche Entsorgungspraktiken herrschen, hat die EU eine sehr detaillierte Harmonisierungsregelung über die Rücknahme und Verwertung von Altfahrzeugen erlassen. In der am 6. November 2002 in Kraft tretenden Altfahrzeugverordnung des Umweltministeriums wird die EU-Richtlinie 2000/53 in Österreich umgesetzt.

Ab 6. November 2002 sind Fahrzeuge, die nach 1.7.2002 erstmalig zugelassen wurden und als Altfahrzeuge anfallen, kostenlos von den bis dahin veröffentlichten Rücknahmestellen zurückzunehmen. Neben der Verpflichtung des Herstellers/Importeurs Altfahrzeuge kostenlos zurückzunehmen und neben technischen Behandlungsvorschriften sind entsprechend den EU-Vorgaben auch zahlreiche Dokumentationspflichten für die zurücknehmenden und verwertenden Betriebe vorgeschrieben. "Diese überzogenen bürokratischen Anforderungen sind für die Verwertungswirtschaft unzumutbar und unverhältnismäßig", so der Obmann des Bundesgremiums des Fahrzeughandels, Heinz Havelka und weiter: "Die warnende Stimme der Wirtschaft wurde von der Brüsseler Bürokratie bedauerlicherweise nicht gehört".

Obwohl gesetzlich nicht vorgeschrieben, nimmt die österreichische Fahrzeugwirtschaft schon seit 1992 freiwillig Altfahrzeuge im Rahmen eines Zug-um-Zug-Geschäftes kostenlos zurück. Diese Zusage bleibt auch trotz neuer Rechtslage aufrecht. "Die Betriebe sind sich ihrer Verantwortung für Konsumenten und Umwelt durchaus bewusst", unterstreicht Havelka abschließend. (gt)

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