Nebel führte zu schwerem Unglück auf der Westautobahn

Bei Nebel und schlechten Sichtverhältnissen ist es besonders wichtig, die Geschwindigkeit zu reduzieren und die Sichtweise anzupassen. Abstand zum Vordermann halten!

Wien (OTS) - Heute früh ereignete sich in Oberösterreich auf der Westautobahn zwischen Seewalchen und Schörfling eine schwere Massenkarambolage. Nach letzten Meldungen sind mehrere Tote zu beklagen, mehr als zehn Personen wurden verletzt. Die Ursache für die Karambolage war unangepasstes Verhalten bei dichtem Bodennebel. Die Sicht betrug stellenweise nur wenige Meter.

"Nebel und Regen verschlechtern nicht nur die Sicht, sondern auch die Haftung der Fahrbahn", so Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), und rät daher: "Fahren auf Sicht, Geschwindigkeit reduzieren, Abstand halten, Licht einschalten!"

Richtiges Verhalten bei Nebel
-) Die wichtigste Regel bei schlechten Sichtverhältnissen lautet:
"Die Geschwindigkeit den Wetterverhältnissen anpassen und Abstand halten!"

-) Niemals blind in "Nebelwände" einfahren. Bei schlechten Sicht- und Fahrbahnverhältnissen ist das "Fahren auf Sicht" besonders wichtig. Dies gilt auch im Kolonnenverkehr, denn auch Ihr Vordermann hat keine "Radaraugen".

-) Speziell bei Nebel: Den gesamten Anhalteweg Abstand halten - bei 50 km/h bedeutet das: Zumindest 3 Sekunden Abstand! Ein "Anklammern" am Vordermann unbedingt vermeiden! Als Faustregel gilt: 50 Meter Sicht - 50 km/h Höchsttempo
Bei weniger Sicht oder rutschiger Fahrbahn: Entsprechend langsamer und noch mehr Abstand - besonders auch auf Autobahnen!!

-) Sehen und gesehen werden: Fahren mit Licht am Tag ist generell anzuraten. Sehen und Gesehen- werden, heißt das oberste Gebot bei Nebel. Wichtig: Fernlicht ausschalten - Gefahr der Selbstblendung!

-) Scheibenwischer einschalten, öfter Scheibenwaschanlage benutzen, um "Nebelschlieren" von der Windschutzscheibe zu entfernen!

-) Rechts fahren!

Nebelschlussleuchten sinnvoll einsetzen!
Plötzlich auftretende Nebelbänke in den Morgen- und Abendstunden verringern die Sicht. Fahren auf Sicht - d.h. innerhalb der eingesehenen Strecke muss der Fahrer jederzeit anhalten können - ist lebensnotwendig. Die Nebelschlussleuchte sollte übrigens sparsam verwendet werden. Nämlich dann, wenn akute Sichtbehinderung durch Nebel, Regen oder Schnee entstanden ist oder bei Dunkelheit auf kurvenreichen Straßen. Als sinnvoller Richtwert gilt: Wird man selbst vom Nebelscheinwerfer geblendet, sollte man auch den eigenen ausschalten.

Aufgrund der winterlichen Temperaturen haben Experten bereits vergangene Woche allen Autofahrern empfohlen, die Winterreifen umzustecken. Die heutige Massenkarambolage auf der Westautobahn sollte ein Ansporn für alle Pkw-Lenker sein, ihr Auto wintergerecht auszustatten, da Winterreifen bei niederen Temperaturen auch ohne Schnee besser bremsen.

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Kuratorium für Verkehrssicherheit
Pressestelle
Mag. Alexandra Ludvik
Tel.: (++43-1) 71 770/225
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