ÖBB: Resolutionen der Generaldirektoren der Europäischen Bahnen

Gemeinsames Vorgehen zu einer wirksamen Verlagerung von mehr Verkehr auf die Schiene

Im Rahmen des 2. Treffens der Europäischen Eisenbahnen in München verabschiedeten gestern die Generaldirektoren zwei gemeinsame Resolutionen zur europäischen Verkehrspolitik. Die europäischen Bahnen deklarieren darin ihre Leistungsbereitschaft zur Überwindung noch vorhandener Defizite im grenzüberschreitenden Schienengüterverkehr und dokumentieren die Notwendigkeit zur ordnungspolitischen und finanziellen Unterstützung der Bahnen Europas durch die EU. Für die ÖBB unterzeichnete Generaldirektor Rüdiger vorm Walde die Resolutionen. "Nach der Unterzeichnung des Vertrages zu RailNetEurope in Berlin vor wenigen Tagen setzen die europäischen Bahnen mit diesen wichtigen Resolutionen ein weiteres Zeichen hin zu mehr Zusammenarbeit in Europa zum Nutzen der Kunden", so Generaldirektor vorm Walde.****

Die Eckpunkte der gemeinsamen Resolutionen
Die wesentliche Herausforderung der aktuellen europäische Verkehrspolitik besteht darin, schnellstmöglich die Voraussetzungen für eine Entlastung Europas bei der künftigen Verkehrsentwicklung zu schaffen. Die Generaldirektoren bekennen sich in diesem Zusammenhang gemeinsam zu folgenden grundsätzlichen Positionen:

- Eine leistungsfähige Infrastruktur wird als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Marktposition der europäischen Bahnen gesehen. In der Resolution wird die Verantwortung der Mitgliedstaaten und der Europäischen Union, in ihrer Haushaltsplanung den Investitionsbedarf im Eisenbahnsektor zu berücksichtigen, nachdrücklich unterstrichen. Gleichzeitig ist die Europäische Verkehrspolitik dazu aufgefordert, schnellstmöglich Voraussetzungen für alternative Formen der Finanzierung zu schaffen.

- Außerdem bekennen sich die Bahnen zur Notwendigkeit der Verbesserung des grenzüberschreitenden Schienengüterverkehrs. Voraussetzung dafür ist eine an Kundenwünschen orientierte Qualität. Die europäischen Bahnen erklären, dass sie alle in ihrer unternehmerischen Gestaltungssphäre liegenden Möglichkeiten ausschöpfen werden, um die Qualität und Produktivität des grenzüberschreitenden Schienengüterverkehrs weiter zu verbessern.

Die Resolutionen in ihrem gesamten Wortlaut sind abrufbar auf der Homepage www.oebb.at unter ÖBB Aktuell.

Die europäische Bahnen rücken zusammen - RailNetEurope
Ganz im Sinne der gestrigen Resolutionen haben die Europäischen Bahnen bereits vor einigen Tagen einen großen Schritt hin zu einer Vereinfachung des grenzüberschreitenden Schienengüterverkehrs gesetzt. Am 25. September unterzeichneten die ÖBB als einer von insgesamt 18 europäischen Schienennetzbetreibern den Vertrag zu RailNetEurope. Mussten Eisenbahnverkehrsunternehmen bisher noch bei internationalen Transporten mit jedem einzelnen Land eine Trassenvereinbarung treffen, so wird mit der Gründung von RailNetEurope das Prozedere nun deutlich vereinfacht: Das gesamte Schienennetz aller teilnehmenden Staaten stellt sich nun für Logistikkunden wie eine einheitliche Infrastruktur dar. Pro Teilnehmerland steht ein zentraler Ansprechpartner als sogenannter One-Stop-Shop zur Verfügung, der die Trassen auf ausgewählten Korridoren vermarktet.

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