Mehr Bio-Essen im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV)

KAV steigt auf 100 Prozent Bio-Backwaren um

Wien (OTS) - Schon jetzt stammen 23 Prozent aller Lebensmittel,
mit denen die Patienten der Spitäler und Bewohner der Geriatriezentren des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) verköstigt werden, aus biologischer Erzeugung. "Mit Ende des Jahres werden es allerdings bereits 30 Prozent sein", kündigte Prof. Bruno Klausbruckner, Umweltexperte im KAV, anlässlich des Österreichischen Tages der Biolandwirtschaft (29. September) an. Besonders erfreulich:
Auf herkömmliches Brot und Gebäck wird künftig gänzlich verzichtet, denn ab Jahresende wird in den Krankenhäusern und Geriatriezentren des KAV nur noch Bio-Backwaren serviert.

Studien bestätigen hohe Qualität der biologischen Lebensmittel

"Wir setzen schon allein aus gesundheitlichen Aspekten, zum Wohle unserer Patienten, immer stärker auf Bio", erklärt Dipl.-Ing. Josef Kastl, Direktor des KAV-Servicebetriebe. Dies sei auch einer der Hauptgründe, weshalb in den Einrichtungen des KAV nur Rindfleisch aus artgerechter Tierhaltung auf den Teller käme, meint Klausbruckner: "Man denke nur an die BSE-, Hormon- und Antibiotikaproblematik bei der industriellen Schweine-, Geflügel- und Rinderzucht. Fleisch aus dieser Produktion können und wollen wir unseren Patienten ganz sicher nicht vorsetzen. Also haben wir beim Rindfleisch inzwischen einen fast hundertprozentigen Bioanteil erreicht". Auch bei der Beschaffung von Obst und Gemüse achtet man im KAV darauf, dass dies aus biologischer Landwirtschaft stammt, ebenso wie beim Kauf frischer Eier darauf Wert gelegt wird, dass diese aus Freilandhaltung stammen. Schließlich haben Untersuchungen, wie aktuelle Studien des Ludwig-Boltzmann-Institutes, die deutlich höhere Qualität der Bio-Lebensmittel gegenüber herkömmlichen Produkten bewiesen. Klausbruckner: "Bio-Lebensmittel sind die in Österreich am besten kontrollierten Lebensmittel."

KAV setzt Vorgaben des Wiener Klimaschutzprogrammes vorbildlich um

Mit dem erhöhten Einsatz biologischer Lebensmittel, die erstmals 1996 in den Häusern des KAV eingeführt worden sind, setze der KAV auch vorbildlich die Vorgaben des Projektes Öko-Kauf Wien im Rahmen des Klimschutzprogrammes der Stadt Wien (KliP) um, bestätigt KAV-Servicebetriebe-Direktor Kastl. "Das KliP sieht vor", so Klausbruckner, "dass bis zum Jahr 2005 mindestens 30 Prozent der Lebensmittel, die von den Einrichtungen der Stadt Wien, wie Krankenhäusern oder Pensionistenwohnhäusern, eingekauft werden, aus biologischer Landwirtschaft stammen. Durch die Umsetzung des KliP Wien sollen bis ins Jahr 2010 die Emissionen an Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen entscheidend gesenkt werden."

Musterprojekt Hochquellenwasser

Auch mit den gesundheitlichen Vorzügen des Wiener Hochquellen-Leitungswasser setzen sich die KAV-Umweltfachleute verstärkt auseinander. "Untersuchungen zeigen", betätigt Klausbruckner, "dass das Hochquellen-Leitungswasser wesentlich gesünder und frischer als abgefülltes Mineralwasser ist". Derzeit werden Musterprojekt "Umstieg auf Hochquellenwasser" gearbeitet. (Schluss) gn/bs

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