AUER: WO BLEIBT DER LOHNAUSGLEICH FÜR DIE GETREIDEBAUERN?

Bauern erwarten gerechten Anteil für ihre Qualitätsprodukte

Wien, 27. September 2002 (ÖVP-PK) Zuerst war es die Mühlenindustrie, die die Getreidepreise erhöhte. Nun ziehen die Bäcker nach und erhöhen die Preise für Backwaren. "Ich kann der Diskussion um Erhöhung der Mehl- und Backwarenpreise nichts abgewinnen. Die berechtigte Frage dabei ist, was haben die eigentlichen Produzenten, nämlich unsere heimischen Bauern davon, die hochqualitatives Getreide erzeugen?", appellierte heute, Freitag, der ÖVP-Abgeordnete und Obmann-Stellvertreter im parlamentarischen Landwirtschaftsausschuss Jakob Auer an eine faire Preisgestaltung für alle. ****

Während die Mühlenindustrie und die Bäckerschaft ihre Kosten auf die Konsumenten abwälzt, bekommen die Bauern immer weniger für ihre Qualitätsprodukte. "Es kann doch nicht so sein, dass die schlechte Getreideernte in anderen Ländern zwar die Brotpreise für die Konsumenten in die Höhe treibt, die heimischen Bauern für ihre erfolgreiche Arbeit aber nicht den gerechten Lohnausgleich bekommen", erinnert Auer an die seit Jahren sinkenden Weizenpreise: Lag das Kilo Brotgetreide vor dem EU-Beitritt noch bei rund 25 Cent, so sind es jetzt nur mehr knapp 11 Cent. "Wer hat die Spanne da kassiert? Die Bauern waren es jedenfalls nicht", so Auer.

"Gestiegene Personal- und Verpackungskosten, die von der Wirtschaft als Argumente für Preiserhöhungen angegeben werden, dürfen nicht dazu führen, dass immer wieder die gleichen Verlierer im Preiskampf von vornherein feststehen: nämlich die Getreidebauern und die Konsumenten", ist Auer empört und appelliert an alle Standesvertreter, die Diskussion um den Getreidepreis dafür zu nutzen, endlich einen gerechten Preisausgleich für alle zu schaffen. "Denn auch die Getreidebauern wollen ihren Anteil an der Preisgestaltung. Immerhin produzieren sie die Qualität für unser gutes Brot und Mehl", so Auer.

Als Anregung in diesem Zusammenhang nennt Auer jenes Pilotprojekt, das von der Saatbau Linz zusammen mit der Welser Bäckerei Resch&Frisch und 81 Landwirten in Oberösterreich initiiert wurde. "Diese Partnerschaft zwischen Bäckern und Bauern bringt den Bauern gerechten Lohn für ihre Produkte und den Bäckern beste Qualität", begrüßt Auer diese neue Art der kontrollierten Vertragslandwirtschaft.
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