Einem: Angebliche Transit-Einigung Reichhold's eine Luftblase

Wien (SK) "Minister Reichhold vertraut offenbar darauf, dass die ÖsterreicherInnen ein kurzes Gedächtnis haben und nicht in der Lage sind, italienische Zeitungen zu lesen", erklärte der Europasprecher der SPÖ und frühere Verkehrsminister Caspar Einem heute gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. "Anders ist es nicht zu erklären, dass Reichhold seine Gespräche in Rom hier als Erfolg ausgibt. Im Wahrheit liegt Österreich in dieser Frage jetzt hinter der Position, die vor mehr als einem Jahr bereits gegeben war. Das ist das Ergebnis der vollkommen verfehlten Politik der Freiheitlichen, die in allem was nicht Österreich und Österreicher sind, nur Feinde erkennen können. Wenn Reichhold's Vorgängerin, die unglückselige Ministerin Forstinger (FPÖ) Gespräche mit dem italienischen Minister zunächst vereinbart und dann einfach sausen lässt, obwohl ihr hätte klar sein müssen, wie wichtig es für Österreichs Transitlösung ist, mit Deutschland, vor allem aber mit Italien zu einer Verständigung zu kommen, dann verwundert es nicht, dass Österreichs Chancen schwinden" so Einem weiter. ****

"Herr Reichhold muss sich überlegen, wer er gern sein möchte und welche Rolle er dann spielen will: Entweder er versucht jetzt zu retten, was allenfalls noch zu retten ist - beschwindelt dabei aber die Menschen in Österreich nicht oder er geht den Weg seines politischen Ziehvaters, der nur Außenfeinde kennt, daher aber zu tragfähigen Vereinbarungen nicht fähig ist. Die Menschen in Österreich haben ein Recht darauf, dass die Regierung arbeitet, tunlichst professionell arbeitet. In dieser Hinsicht haben sie zahlreiche Enttäuschungen hinnehmen müssen. Am 24. November ist die Chance, wieder für professionelle und verantwortliche Politik zu sorgen und der Politik, die nur für die Galerie arbeitet, eine Absage zu erteilen", schloss Einem. (Schluss) ns/mm

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