Bartenstein: Österreichs Neuinvestitionen in Osteuropa ereichten 2001 Rekordwert

Neue Broschüre des BMWA "Ausländische Direktinvestitionen in Osteuropa 2001" weist Zuwachs von 28% aus

Wien (BMWA/OTS) - Einen Rekordwert haben österreichischen Investitionen in Ost- und Südosteuropa im Vorjahr erreicht. So sind die Neuinvestitionen gegenüber dem Jahr 2000 um weitere 12% auf 2,5 Mrd. Euro angewachsen. Österreich ist damit wichtigster Investor in Slowenien, hält Rang 2 bei den Neuinvestitionen in Kroatien, Bulgarien und der Slowakei und Rang 3 in Ungarn. Insgesamt beträgt unser Marktanteil an den Neuinvestitionen von 8,3%; in den EU-Kandidatenländern sind es 8,5%, in Slowenien beispielsweise 47,1%, in Kroatien 32,8% und in der Slowakei 25,8%. ****

Der Gesamtbestand der österreichischen Investitionen ist damit um 28% auf 13,3 Mrd. Euro gestiegen, womit Österreich mit einem Marktanteil von über 7% an den Gesamt-FDIs in Ost- und Südosteuropa fünftgrößter Investor ist. Bezogen auf Ungarn, die Tschechische Republik, die Slowakei, Slowenien und Polen hat Österreich mit über 9% Marktanteil die USA bereits eingeholt.

"Diese Zahlen unterstreichen eindrucksvoll, wie rasch und erfolgreich österreichische Unternehmen ihre Chancen auf neuen Wachstumsmärkten nützen", unterstrich Bundesminister Dr. Martin Bartenstein anlässlich der Fertigstellung der Ostinvestitions-Broschüre des BMWA. "Rund 80% der österreichischen Neuinvestitionen sind 2001 nach Ost- und Südosteuropa gegangen, womit Österreich zum Beispiel mit einem Marktanteil von 48% Top-Investor in Slowenien ist. Gleichzeitig ist es erfreulich, dass die österreichische Wirtschaft nunmehr früher als andere Südosteuropa als die neue Zukunftsregion erkannt hat. In diesem Gebiet besteht enormer investitionsseitiger Aufholbedarf; im vergangenen Jahr sind die FDIs dort zwar um 16% gestiegen, machen aber mit 4,5 Mrd. Euro nicht mehr als 0,6% der weltweiten Direktinvestitionen aus. Österreichs Unternehmen gehen aktiv in diese neuen Märkte: 33% der Neuinvestitionen in Kroatien stammen aus Österreich, wo wir mit einem Volumen von über 2 Mrd. Euro Investor Nummer 1 sind. Österreichs Marktanteile stiegen in Rumänien auf 26% und in Bulgarien auf 21%. Dieser Trend muss fortgesetzt werden, wobei Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung von Investitionen von entscheidender Bedeutung sind." Bartenstein verwies in diesem Zusammenhang auf die von Österreich initiierte Investitions-Deklaration, die von den südosteuropäischen Wirtschaftsministern bei einer Konferenz im Juli 2002 in Wien unterzeichnet wurde.

Der Gesamtbestand an Direktinvestitionen in Osteuropa betrug Ende 2001 190 Milliarden Euro. Gegenüber dem Jahr 2000 bedeutet das eine Zunahme um 34,9 Milliarden Euro oder um 23 %. Die Neuinvestitionen gingen gegenüber dem Rekordjahr 2000 um 6 % auf 30 Milliarden Euro zurück. Das ist aber immer noch der zweithöchste Wert der Geschichte und ein bemerkenswertes Ergebnis in einem Jahr, in dem laut UNCTAD die weltweiten Investitionen um 50 % zurückgegangen sind.

Die Gesamtstudie kann kostenfrei im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, Abteilung C2/5, Frau Simonek, Tel: 01/711 00-6156, Fax: 01/711 00-15101, E-Mail: post@c25.bmwa.gv.at, angefordert werden. Für Rückfragen steht die Autorin, Andrea Math, Tel: 01/711 00-5664, E-Mail: andrea.math@bmwa.gv.at, zur Verfügung.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Ministerbüro: Dr. Ingrid Nemec, Tel: (++43-1)
71100-5108
ingrid.nemec@bmwa.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MWA0002