Internationaler Pressebilderdienst: Trennung von epa und AFP

Ab Mai 2003 als zwei eigenständige Anbieter am Weltmarkt tätig Wien/Genf (OTS) - Die epa (European Pressphoto Agency) und die AFP (Agence France Presse) haben heute bekannt gegeben, ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet des internationalen Pressefotodienstes mit 1. Mai 2003 zu beenden. Ab diesem Zeitpunkt werden beide Agenturen jeweils einen eigenständigen weltweiten Bilderdienst anbieten. Damit werden nun nicht mehr drei, sondern vier global agierende Fotodienste miteinander im Wettbewerb stehen, nämlich epa, AFP, Reuters und AP (Associated Press).

Der Grund für diese Trennung ist die Unvereinbarkeit der strategischen Interessen der beiden Agenturen. Das Ziel der epa war es stets, ihre Kunden mit einem weltweiten Bilderdienst aus einer speziellen europäischen Perspektive zu versorgen. Weiters haben die epa und ihre Mitglieder es immer als unverzichtbar erachtet, einen Fotodienst anzubieten, der von einem dominierenden "Global Player" unabhängig ist. Neues Ziel der AFP ist es hingegen, einen eigenen Bilderdienst unter der Marke "AFP" auch auf dem europäischen Markt zu vertreiben. Nach langen Verhandlungen mit der AFP ist die epa zu dem Schluss gekommen, dass diese strategischen Interessen am besten von einer "neuen" epa ohne AFP gewährleistet werden können.

"Als Gesellschafter dieser neuen epa werden wir als APA auch in Zukunft in der Lage sein, unsere Kunden in Österreich mit einem Bilderdienst zu versorgen, der die speziellen österreichischen Interessen auch im Rahmen der internationalen Bildberichterstattung berücksichtigt", erklärt APA-Geschäftsführer Wolfgang Vyslozil.

Die 13 Gesellschafter, aus denen sich die epa ab Mai 2003 zusammensetzen wird, sind die drei weltweit tätigen europäischen Agenturen dpa (Hamburg), EFE (Madrid), ANSA (Rom), die Nachrichtenagenturen ANP (Den Haag), APA (Wien), Belga (Brüssel), PAP (Warschau) und LUSA (Lissabon), sowie die Bildagenturen Scanpix Norway (Oslo), Pressens Bild (Stockholm), Lehtikuva (Helsinki), Scanpix Denmark (Kopenhagen) und Keystone (Zürich).

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