IT-Sicherheit wird zum "business enabler"

Experten der Unternehmen HP/Compaq, NewMediaSales und NextiraOne diskutieren über aktuelle Entwicklungen und innovative Anwendungen

Wien (OTS) - 60 Prozent der Internet-User waren laut einer
aktuellen Umfrage von marketagent.com bereits Opfer von Angriffen über das Netz. Firmennetzwerke und Provider werden lahmgelegt, Firewalls durchbrochen, wichtige Daten zerstört. "Das entsprechende Sicherheitsbewusstsein ist aber bei uns noch nicht vorhanden", stellte Claudia Maurer, Marketing-Managerin von HP Services, gestern (Donnerstag), beim Meeting der E-Business-Community von APA-MultiMedia fest.

Großer Schaden durch Datenverlust könne auch bei Ereignissen wie der jüngsten Hochwasser-Katastrophe entstehen, warnte Maurer. Man müsse daher Unternehmensdaten ähnlich absichern wie andere Vermögenswerte. "Wir leben heute in einer Zeit, wo wir uns erst bewusst werden, welche Bereiche wir schützen wollen - wir müssen da ein gesundes Mittelmaß finden."

Björn Negelmann von NewMediaSales.com gab einen beeindruckenden Überblick über die im Internet lauernden Gefahren - von simplen "Denial of Service"-Attacken, bei denen Internet-Server durch eine Vielzahl falscher Anfragen einfach überlastet werden, über Password-Diebstahl und Viren bis zu unbefugter Datenänderung und Betrug. Die Angriffe gefährden zum einen den Datenbestand selbst und die Integrität der Daten, aber auch die Rechtssicherheit von Geschäften, die über das Internet abgewickelt werden, weil etwa die Identität der Geschäftspartner in Frage gestellt wird. Diesen Gefahren könne man nur durch ein unternehmensweites Sicherheitskonzept begegnen, so Negelmann.

Man dürfe auch nicht dem Trugschluss erliegen, dass die beschriebenen Gefahren nur theoretischer Natur seien, warnte Wolfgang Leindecker von NextiraOne (ehemals "Alcatel e-business"). Die "Denial of Service"-Attacken auf Amazon und Yahoo im Frühjahr 2000 hätten einen geschätzten Ausfallsschaden von 100 Mill. Dollar verursacht. Am häufigsten werden laut Leindecker aber Energieversorger zum Opfer von Internet-Angriffen - ein terroristischer Hintergrund sei wahrscheinlich. Auch wenn man sich darüber im Klaren sein müsse, dass eine 100-prozentige Absicherung nicht möglich sei, reiche eine Firewall auf keinen Fall aus: "Wenn mein Netz verwendet wird für illegale Aktivität, kann ich haftbar gemacht werden, wenn ich mich nicht dem Stand der Technik entsprechend abgesichert habe", so Leindecker.

Zum Repertoire gehören laut Negelmann neben Virenschutzprogrammen auch verschiedene Verschlüsselungs-Techniken, sichere Kommunikationsprotokolle, biometrische Verfahren und digitale Signaturen, aber auch Auditing, also das Protokollieren der Kommunikation zur Gewährleistung der Nachweisbarkeit.

Angesichts des Bedrohungsszenarios ist IT-Sicherheit heute auch ein nicht unbedeutendes Verkaufsargument für Internet-Geschäfte. "Sicherheit beginnt immer mehr, ein Geschäftsvorteil zu werden, ein business enabler", fasste Leindecker die Einschätzung der Expertenrunde zusammen.

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