Pumberger: Hauptverbands-Chef Gleitsmann beklagt eigenes Versagen

Inkasso durch die Spitäler war von Anfang an geplant

Wien, 2002-09-27 (fpd) - "Das Versagen des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger beklagt dessen Präsident, Martin Gleitsmann, wenn er nun vom Sozialminister einfordert, sich für das Inkasso der Ambulanzgebühr direkt bei den Spitälern einzusetzen. Dies war nämlich von Anfang an geplant, scheiterte jedoch am Widerstand der Krankenanstalten", meinte heute der freiheitliche Gesundheitssprecher Abg. Dr. Alois Pumberger. *****

"Als neuer Hauptverbandspräsident hat er ziemlich schnell die schlechten Angwohnheiten seines Vor-Vorgängers Sallmutter übernommen. Der bat nämlich auch immer alle anderen, sie mögen sich doch bitte seinen Kopf zerbrechen. Einmal mehr sei dem Hauptverband allerdings ins Stammbuch geschrieben, daß dieser ein Selbstverwaltungsträger ist, auf diese Tatsache pocht er ja auch sonst bei jeder Gelegenheit. Selbstverwaltung bedeutet aber auch Selbstverantwortung", kritisierte Pumberger.

"Es wäre daher am Hauptverband gelegen, die Spitäler vom Inkasso zu überzeugen. Immerhin finanziert er auch mit rund 40 Mrd Schilling einen beträchtlichen Anteil der Spitalskosten. Frei nach dem Motto:
Wer zahlt schafft an, wäre es dem Hauptverband gut zu Gesicht gestanden in dieser Causa einmal ein bißchen Stärke zu zeigen. Statt dessen fiel Gleitsmanns Vorgänger Frad in den Medien lediglich damit auf, daß er sich über die enormen Kosten seiner Ball- und Opernkarten beklagte", so Pumberger.

Abschließend meinte Pumberger, er sei jedenfalls von den von der ÖVP kommenden Präsidenten Frad und Gleitsmann im Hinblick auf deren Reform- und Durchsetzungsfähigkeit schwer enttäuscht. (Schluß)

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